fbpx

Die 5 Sprachen der Liebe: Welche „Love Language“ sprichst du? (mit Test)

von | Stand: 28. Mai 2021 | Veröffentlicht: 8. Mrz 2021

5 Sprachen der Liebe – diese zu kennen und anzuwenden, kann die Qualität deiner Beziehungen verbessern. In diesem Beitrag erhältst du die perfekte Übersicht über das „Love Languages“ Konzept, das vom Psychologen Dr. Chapman entwickelt wurde.

30-Sekunden-Zusammenfassung

  • Laut dem Psychologen Dr. Gary Chapman gibt es 5 Wege, mittels derer wir unsere Liebe ausdrücken und miteinander teilen können
  • Die 5 Sprachen der Liebe sind: 1. Lob und Anerkennung, 2. Zweisamkeit, 3. Zärtlichkeit, 4. Geschenke und 5. Hilfsbereitschaft
  • Die 5 Liebessprachen zu kennen und anwenden zu lernen, wird dir und all deinen Beziehungen dienen
  • Die bewusste Auseinandersetzung mit den Sprachen der Liebe kann deine Beziehungen, Datingpartner, Freundschaften, Familienmitglieder, kollegiale Beziehungen positiv stärken
  • Du findest unten im Beitrag einen individuellen Test (natürlich kostenfrei), um deine Sprache der Liebe zu ermitteln.

Sehr detailliert gehe ich auf die 5 Sprachen der Liebe in meiner Podcast-Folge ein:

Oder Folge hier herunterladen

Vielleicht kennst du das Gefühl, deine:n Partner:in aus vollstem Herzen zu lieben und trotzdem immer wieder die gleichen Konflikte zu durchleben. Bedürfnisse scheinen auseinander zu gehen oder nicht gehört und erfüllt zu werden.

Es fühlt sich an, als würdet ihr verschiedene Sprachen sprechen und immer wieder auf die gleichen Missverständnisse und Kommunikationsbarrieren stoßen. Warum ist das so?

Jeder Mensch drückt Liebe unterschiedlich aus und empfängt sie anders. Nicht nur in der Partnerschaft, sondern auch in der Familie und unter Freunden.

Deine eigene Liebessprache und die deines Gegenübers zu kennen, wird dich dabei unterstützen, Bedürfnisse zu erkennen, Kommunikation zu erleichtern, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und eure Liebe zu stärken.

Auch als Single und im Dating ist es hilfreich, die eigene love language zu kennen.

In diesem Beitrag lernst du die 5 Sprachen der Liebe kennen. Du erfährst, welcher love-language-Typ du bist und wie dir diese Erkenntnis in all deinen Beziehungen weiterhelfen kann.

Übrigens sind die 5 Sprachen der Liebe nicht das einzige Konzept, das es zum Thema Beziehungen und Kommunikation gibt.

Wenn du dich für das Thema interessierst, solltest du dir deshalb auch meine anderen Beiträge anschauen:

Definition: Was sind die 5 Sprachen der Liebe?

Nach Dr. Gary Chapman (Psychologe, Beziehungsexperte und Autor) gibt es fünf Sprachen der Liebe. Das heißt, fünf Arten, wie wir unsere Liebe ausdrücken und sie miteinander teilen.

Die 5 Sprachen der Liebe sind:

  • Lob und Anerkennung
  • Zweisamkeit – die Zeit bewusst für euch
  • Zärtlichkeit
  • Geschenke, die von Herzen kommen
  • Hilfsbereitschaft

Chapman beschreibt, dass jeder Mensch aus diesen 5 love languages eine primäre und sekundäre Sprache spricht. Diese verdeutlichen die Art und Weise, wie du Liebe ausdrückst und sie auch empfängst.

Wenn du eine Hauptsprache sprichst, wünscht du dir diese gleichzeitig von deinem Gegenüber. Das heißt: Wir empfangen gerne die Sprache der Liebe, die wir selbst sprechen.

Chapmans 30-Jährige Recherche und die daraus resultierenden Ergebnisse zeigen: Die Auseinandersetzung, Reflexion und bewusste Anwendung der Sprachen der Liebe können uns bei erfüllten, liebevollen und lang bestehenden Beziehungen unterstützen. Missverständnissen kann vorgebeugt werden, die Kommunikation verbessert und Bedürfnisse leichter wahrgenommen und erfüllt werden. 

Aber auch in all deinen anderen zwischenmenschlichen Beziehungen, sprich mit deiner Familie, mit Freunden und mit deinen Kolleg:innen, ist es hilfreich, deine love language und die deines Gegenübers zu kennen und zu berücksichtigen.

Die Psychotherapeutin Stefani Goerlich konnte in der Beziehungstherapie mit ihren Klient:innen zeigen, dass in 8 von 10 Fällen fundamentale Schwierigkeiten darauf beruhen, dass Partner Liebe unterschiedlich ausdrücken und empfangen.

Goerlich nutzt das Konzept der 5 Liebessprachen als Werkzeug, um Paaren einen Weg aufzuzeigen, wie sie in ihrer Kommunikation eigene Bedürfnisse klarer ausdrücken können.

Überblick: Die 5 Sprachen erklärt

5 Sprachen der Liebe_Übersicht

Die 5 Sprachen der Liebe zu kennen, wird dir selbst aber auch all deinen Beziehungen dienen. Was sie bedeuten und wie du sie für dich und deine Beziehungen nutzen kannst, erfährst du in diesem Kapitel.

Wichtiger Hinweis, wenn du deine Sprache der Liebe noch nicht kennst: Absolviere zunächst den Test ganz unten im Beitrag, um nicht voreingenommen zu sein. Nach dem Test kannst du dir die 5 Sprachen in Ruhe durchlesen.

Lob und Anerkennung

Wir können unsere Liebe durch Worte ausdrücken, indem wir andere loben, anerkennen, Komplimente machen, Verständnis zeigen und ermutigen. Liebevolle Worte wie „Ich liebe dich“ oder „du bedeutest mir sehr viel” werden von diesem love language-Typ gerne ausgesprochen und auch gehört.

Durch Worte zeigen wir unsere Zuneigung und Wertschätzung und bestätigen unser Gegenüber. Dies kann auch in Schriftform stattfinden, in dem du liebevolle und herzliche Textnachrichten, Notizen oder Briefe schreibst.

Menschen, die in familiären Strukturen oder in einer Umgebung aufwachsen, in der liebevolle Worte weniger ausgedrückt werden, fällt diese Liebessprache tendenziell schwerer. Sie müssen diese erst erlernen (was möglich ist).

Es ist wichtig, anderen zuzuhören und bewusst wahrzunehmen, wenn dein Gegenüber Worte der Wertschätzung ausdrückt. Frage dich bewusst, ob dies deine primäre oder sekundäre Sprache der Liebe ist und wenn nein, wie du sie dennoch lernst, zu sprechen.

Welche Worte verwendet dein:e Partner:in? Werde dir auch deiner eigenen Worten bewusst: Integriere liebevolle und wertschätzende Aussagen in deiner Kommunikation und streiche negative oder verletzende Worte.

Partner:innen müssen nicht zwingend die gleiche Sprache favorisieren. Es ist aber hilfreich, die Sprache des Anderen zu kennen und sich zu bemühen, sie regelmäßig zu sprechen. Wenn du weißt, dass dein:e Partner:in es gerne hört, dass sie/er schön aussieht, versuche dies öfter auszudrücken. Drücke regelmäßig deine Dankbarkeit für eure Liebe und Beziehung aus. Sage der/dem Partner:in, was du an ihm oder ihr besonders liebst.

Ein konkretes Beispiel: Kommt dein:e Partner:in von der Arbeit nach Hause, frage ihn oder sie, wie es ihm oder ihr geht und wie sein oder ihr Tag war. Erkundige dich nach den Bedürfnissen deines Partners. Dies ist alles ein Ausdruck der Liebe.

Es heißt nicht, dass du diese Sprache nun auch primär sprechen musst, nur weil dein:e Partner:in sie spricht – oder dich überwinden musst oder gar gezwungen fühlst. Die Worte sollten wahr, authentisch und aus vollstem Herzen kommen.

Selbst wenn es für dich anfangs ungewohnt erscheint und dir die Worte noch nicht so leicht über die Lippen fließen: probiere es aus. Erlaube dir, Neues zu lernen.

Wenn du spürst, dass die Worte der Anerkennung deine primäre Liebessprache ist, frage dich, ob du diese Sprache auch von deinem/r Partner:in brauchst oder ob es für dich auch in Ordnung ist, dass dein:e Partner:in eine andere Sprache in der Beziehung spricht. Werde dir deinen Bedürfnissen bewusst und spreche sie offen aus.

Sprich mit deinem/r Partner:in über die Sprachen der Liebe und definiert sie für euch. Seid ehrlich mit euch und drückt aus, was ihr braucht, was ihr euch geben könnt und wo ihr bereit seid, Kompromisse einzugehen.

Auch innerhalb der Familie, in einer Freundschaft oder auch am Arbeitsplatz ist es essentiell, die Liebessprache deiner Kommunikationspartner wahrzunehmen oder sie bewusst anzuwenden.  Du wirst feststellen, dass sich dadurch deine Beziehungen verändern und intensivieren.

Als Chef:in kannst du zum Beispiel deine Angestellten vermehrt loben – so betonst du deine Wertschätzung für ihre Arbeit und steigerst die Motivation.

Als Elternteil ist es überaus wichtig, vermehrt zum Ausdruck zu bringen, dass du deine Kinder bedingungslos liebst. Dadurch wird der Selbstwert und die Selbstwahrnehmung des Kindes gestärkt.

Als Spiegelbild und Vorbild hast du einen Einfluss darauf, wie sich die Sprachen der Liebe deines Kindes entwickeln. Verwendest du vermehrt liebevolle und wertschätzende Worte, wird dein Kind eher dazu neigen, dies auch zu tun. Dies deckt sich mit Erkenntnissen aus der Wissenschaft: Ein unterstützendes und liebevolles Elternhaus (mit klaren, fairen Regeln) wirkt sich positiv auf das Selbstbewusstsein des Kindes aus.

Auch eine Freundschaft wird bestärkt, wenn Worte der Wertschätzung und Anerkennung gebraucht werden. Bedanke dich ab und an für die Freundschaft und die Zeit, die dir dein:e Freund:in schenkt. Sage deinem Gegenüber, was du an der Freundschaft schätzst.

Du kannst natürlich auch deinen eigenen Selbstwert stärken, in dem du einen liebevollen Umgang mit dir selbst pflegst. Höre einmal deiner inneren Stimme zu und frage dich:

  • Wie sprichst du mit dir selbst? Bist du liebevoll, gütig und verständnisvoll mit dir?
  • Welche Worte verwendest du in deinem inneren Dialog? Sind sie bestärkend oder eher kritisierend?
  • Welche Glaubenssätze kannst du wahrnehmen?
  • Welche positiven Affirmationen kannst du wählen und sprechen?

Die Art und Weise, wie wir mit uns selbst sprechen, ist genauso wichtig, wie die Kommunikation mit anderen. Übe dich darin, deine Selbstliebe und deinen Selbstwert zu stärken, indem du dir selbst Anerkennung, Lob und Wertschätzung schenkst.

Ein Tipp: Stelle dich jeden Morgen vor den Spiegel und schaue dir in die Augen und sage dir 3 Dinge, die du an dir liebst. Und dann bedanke dich bei dir. Dies ist eine kraftvolle Übung, die deine Energiefrequenz erhöhen wird.

Lies gerne meinen Beitrag zu dem Thema, wenn du dich für Wege interessierst, um Selbstliebe zu lernen.

Oder höre meinen Podcast zum Thema Selbstliebe:

Oder Folge hier herunterladen


Zweisamkeit: Gemeinsame Zeit bewusst nutzen

Chapman beschreibt diese gemeinsame Zeit im Buch zu den “Love Languages” als “Quality Time” (zu Deutsch: “Qualitäts-Zeit”). Es geht hierbei nicht darum, so viel Zeit wie möglich mit deinem/r  Partner:in zu verbringen, sondern wie ihr diese Zeit für euch nutzt.

Zeit bewusst miteinander zu verbringen bedeutet, deinem Gegenüber wertschätzende und deine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Das heißt, statt gemeinsam vor dem Fernseher zu sitzen: Wendet euch einander zu, redet miteinander –  und seht euch dabei an (natürlich ist es auch völlig in Ordnung, mal gemeinsam eine Netflix-Serie zu schauen!).

Du könntest zum Beispiel darauf achten, ob du bei einem Gespräch andere Dinge nebenbei tust – wie auf dein Handy zu schauen. Achte darauf, dass beim gemeinsamen Essen deine ungeteilte Aufmerksamkeit bei deinem Gegenüber liegt und das Handy erst gar nicht mit am Tisch liegt. Bei der Quality Time geht es wirklich darum, deine/n Partner:in bewusst wahrzunehmen.

In längeren Beziehungen schleicht sich oft der Alltag ein und die Zeit miteinander fühlt sich eher als ein unbewusstes “Nebeneinanderherleben” als ein bewusstes “Miteinanderleben” an.

Verabredet euch bewusst zu zweit. Unternehmt Dinge, die eure Beziehung stärken und wendet euch bewusst einander zu. Du musst hierfür nicht ein aufwendiges Date nach dem anderen organisieren. Wenn du Zeit mit deinem/r Liebsten verbringst, höre aufmerksam zu, schau ihm/ihr in die Augen und nimm ihn/sie bewusst wahr.

Menschen, die Zweisamkeit als Primärsprache bevorzugen, wünschen sich diese Sprache oftmals auch von ihrem Gegenüber. Die gemeinsame Zeit in großen Gruppen oder auch zu große Abstände zwischen den Verabredungen fühlt sich dann oft unbefriedigend an.


Auch in Freundschaften oder innerhalb der Familie ist es wichtig, sich bewusst Quality Time einzuräumen. Sprichst du primär die Sprache der Zweisamkeit, wirst du es vermutlich bevorzugen, Zeit allein mit einer guten Freundin oder einem guten Freund zu verbringen anstatt dich in großen Gruppen zu treffen.

Ein Kaffee, ein Kochabend oder ein Spaziergang zu zweit, geprägt von intimen Gesprächen, fühlt sich womöglich für diese Menschen viel befriedigender an als ein Spieleabend oder eine Kneipentour innerhalb des Freundeskreises.

Natürlich kannst du dir diese Quality Time auch selbst schenken. Schaffe Zeiträume und Momente, die nur allein für dich gedacht sind. Verabrede dich mit dir selbst und nimm dir bewusst Zeit für dich und all die Dingen, die deiner Seele gut tun.

Frage dich einmal, wie eine erfüllende Verabredung mit einem Menschen, den du liebst, aussehen könnte und gestalte diese Verabredung genau so mit dir selbst. Bewusste Zeit, in der du dir die vollste Aufmerksamkeit und Selbstfürsorge schenkst, ist unglaublich wichtig. So entsteht mehr Nähe und Liebe zu dir selbst. 

Möchtest du mehr darüber erfahren, wie du dir Selbstfürsorge schenken kannst? Höre dir gerne meine Podcastfolge dazu an:

Oder Folge hier herunterladen

Manchmal tritt auch ein innerer Widerstand in uns auf, Zeit mit uns selbst zu verbringen, da die Angst vor Einsamkeit groß ist. In dieser Situation hilft dir mein Beitrag weiter, in dem ich dir sage, was du gegen Einsamkeit tun kannst (inklusive 15 Tipps).

Zärtlichkeit

Wir können auch durch Zärtlichkeit unsere Liebe zum Ausdruck bringen. Dies meint nicht primär Sexualität. Es geht vielmehr um Berührungen. Dies kann eine Umarmung, ein Kuss, das Streichen über die Schulter, eine Kuscheleinheit oder ein Händedruck sein.

Menschen mit dieser primären Liebessprache brauchen regelmäßige körperliche Nähe und Intimität und schenken sie auch gerne. Sie fühlen sich geliebt, indem sie viel kuscheln, die Hand ihres Partners halten, oder die/den Liebste:n vermehrt in alltäglichen Situationen berühren und küssen. Sexuelle Intimität wird dann meist auch als Bestätigung oder Ausdruck von Liebe wahrgenommen.

Oftmals fühlen sich Menschen dann besonders frustriert, verunsichert und ungeliebt, wenn das Gegenüber nicht in der Lage ist, körperliche Nähe zuzulassen oder auszudrücken.

Wie wichtig körperliche Zuneigung ist, zeigt uns die Forschung: Schon im Kleinkindalter ist die Körpersprache unser erster Kommunikationskanal. Als Kinder beginnen wir mit Hilfe unseres Körpers mit unserem Umfeld zu kommunizieren.

Menschen, die in ihrer Kindheit wenig körperliche und emotionale Zuneigung und Berührungen erhalten haben, weisen im Erwachsenenalter ein höheres Risiko für Verhaltensauffälligkeiten, Bindungsstörungen und emotionale Probleme auf.

Kinder brauchen körperliche Zuneigung als Ausdruck von Liebe. Diese erhalten sie von einer Bezugsperson wie zum Beispiel der Mutter. Körperkontakt zwischen Kind und Bezugsperson ist ein sehr wichtiger Austausch.

Über diesen Kanal können sie ihre Emotionen und Befindlichkeiten miteinander teilen und somit Vertrauen, Sicherheit und Liebe aufbauen. Wird dem Kind nun dieser Körperkontakt verwehrt, kann das Kind keine Bindung und kein Vertrauen aufbauen – es entwickelt womöglich Bindungs- und Vertrauensstörungen.

Untersuchungen zeigen, dass vor allem in romantischen Liebesbeziehungen körperliche Berührungen und Zärtlichkeiten ausschlaggebend sind, um Beziehungen zu stärken, Bedürfnisse zu befriedigen und Konflikte aus dem Weg räumen. 

In Streit- und Konfliktsituationen gehen Paare meistens auf physische Distanz und entziehen sich oftmals die körperliche Zuneigung. Genauso wird dann die Sprache der Zärtlichkeit als Symbol der Versöhnung nach einem Streit eingesetzt. Eine Umarmung, ein Kuss oder der sogenannte “Versöhnungssex” symbolisieren das Ende des Konflikts

Um Konflikte zu lösen, können wir also gezielt die Sprache unserer Liebsten lernen. So drücken wir unsere Wertschätzung aus, gehen auf die Bedürfnisse unseres Partners ein und füllen den Liebestank wieder auf.

Geschenke, die von Herzen kommen

Eine weitere der 5 Sprachen der Liebe nach Chapman sind Geschenke, die wirklich von Herzen kommen. Hierbei geht es nicht um den materiellen Wert, sondern vielmehr um die liebevolle Geste.

Vielleicht bekommst oder verschenkst du gerne Blumen, bereitest kleine Überraschungen vor, bringst Mitbringsel aus dem Urlaub mit oder bastelst gerne Geschenke. Diese Gesten zeugen nicht von materieller und finanzieller Fülle, sondern sind vielmehr ein Zeichen der Zuneigung.

Viele Menschen machen sich beim Verschenken viele Gedanken darüber, was das Gegenüber mag und welche Vorlieben und Bedürfnisse im Vordergrund stehen – und durch ein Geschenk erfüllt werden. Vielleicht übt dein:e Partner:in ein bestimmtes Hobby aus und du suchst ein passendes Geschenk dafür aus oder überraschst deine:n Partner:in mit genau dieser Aktivität.

Beispiel: Wenn du weißt, dass dein:e Liebste:r gerne Blumen mag, kannst du auf dem Nachhauseweg vielleicht ein paar Blumen pflücken.

Wenn dein:e Partner:in die Sprache der Geschenke spricht, versuche dich in kleinen Gesten zu üben und kleine Überraschungen in eurem Beziehungsalltag zu integrieren. Dies müssen keine teuren Geschenke sein. Selbst eine Kleinigkeit, wie das Mitbringen der Lieblingsschokolade, zeigt dem/der Beschenkten, dass du an sie oder ihn gedacht hast.

Einige Menschen nutzen auch Geschenke als Geste der Wiedergutmachung. Nach einem Streit kann ein liebevolles Geschenk die Bitte um Vergebung ausdrücken. Natürlich ist ein Geschenk allein keine Lösung für ein bestehendes Problem, kann jedoch unterstützend beim Prozess des Vergebens sein – insbesondere wenn der Mensch Geschenke als primäre Liebessprache bevorzugt.

Warum Vergebung so wichtig ist und wie es dich selbst befreit, wenn du verzeihen kannst, erfährst du übrigens im Beitrag Vergeben und Verzeihen.

Hilfsbereitschaft

Liebe lässt sich auch durch Taten ausdrücken – zum Beispiel in Form von Hilfsbereitschaft. Viele Menschen bevorzugen Taten vor Worten. Gedanken, wie “Würde er/sie mich wirklich lieben, würde er/sie mir mehr helfen!” sind ein weit verbreitetes Phänomen in vielen romantischen und familiären Beziehungen.

Ist Hilfsbereitschaft unsere primäre Liebessprache, helfen und unterstützen wir andere Menschen gerne – selbst wenn sie uns nicht darum bitten. Gleichzeitig erwarten wir es auch von unserem Gegenüber. Oft entstehen Missverständnisse und Frustration, da der Wunsch nach Hilfe nicht explizit ausgedrückt, sondern unausgesprochen erwartet wird.

Wenn dein:e Partner:in sich oft darüber beklagt, dass er/sie wenig Unterstützung oder Hilfe bekommt, ist es ein Zeichen dafür, dass das Bedürfnis nach dieser Liebessprache nicht erfüllt wird. Du kannst hier versuchen, deine:n Partner:in mit deiner Hilfe zu unterstützen. Egal ob es darum geht, den Müll öfter raus zu bringen, den/die Partner:in zu bekochen oder bei Entscheidungen und Problemen lösungsorientiert mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Oft sind es alltäglich anfallende Dinge, die schon eine große Entlastung und Unterstützung für unsere Liebsten darstellen, wenn du bewusst die Sprache der Hilfsbereitschaft sprichst.

Auch in Freundschaften, am Arbeitsplatz oder in der Familie kann es dir dienen, deine Hilfe anzubieten und Aufgaben zu übernehmen, um dein Gegenüber zu unterstützen. Dies wird nicht nur deine Beziehungen, sondern auch dein Verhältnis zu deinen Kolleg:innen stärken.

Frage dich bewusst: Was kann ich meinen Mitmenschen Gutes tun, damit es ihnen gut geht? Durch welche Taten kann ich sie unterstützen? 

Kostenloser Test: Welche der 5 Sprachen der Liebe spreche ich?

Absolviere jetzt den kostenlosen Test, um deine individuelle Sprache der Liebe zu ermitteln. Das funktioniert so: Du gibst unten deinen Vornamen und eine funktionierende E-Mail Adresse ein.

An diese E-Mail Adresse schicken wir dir sowohl den Test als auch dein individuelles Testergebnis. Der Test umfasst 30 Fragen und dauert circa 5 Minuten. Das Ergebnis erhältst du innerhalb von 72 Stunden.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche 5 Sprachen der Liebe gibt es?

Die 5 Sprachen der Liebe sind: 1. Lob und Anerkennung, 2. Zweisamkeit, 3. Zärtlichkeit, 4. Geschenke und 5. Hilfsbereitschaft

Was verbirgt sich hinter den 5 Sprachen der Liebe?

Das Konzept beschreibt 5 Arten, wie wir unsere Liebe ausdrücken können. Der Psychologe Dr. Chapman geht davon aus, dass jeder Mensch eine primäre und eine sekundäre „Love Language“ spricht.

Wie hilft mir das Konzept?

Wenn du deine Sprache der Liebe und die deines/r Partner:in kennst, kann sich das positiv auf die Qualität deiner Beziehung auswirken. Du wirst deine Bedürfnisse besser verstehen und kommunizieren können.

<a href="https://chrisbloom.de/author/chris/" target="_self">Chris Bloom</a>

Chris Bloom

Ich bin Chris Bloom – Systemischer Therapeut i.A., Gesundheitsökonom (M. Sc.), Autor, Podcaster, Speaker und Coach. Unsere Gedanken und die richtige innere Haltung empowern uns, unser Leben nach unseren Wünschen zu kreieren. Das Fundament hierfür bilden die drei Säulen: Selbstvertrauen, Selbstliebe und Selbstkenntnis. Diese sind für uns individuell erlernbar – wie das Einmaleins in der Schule. Ich helfe dir dabei, dieses Fundament zu schaffen – damit du das Leben leben kannst, das du dir wünscht. Infos zu meiner Vita und Vision: Wer ist Chris Bloom?

0 Kommentare