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Mit negativen Menschen umgehen: So schützt du dich vor Energieräubern

von | Stand: 25. Mai 2021 | Veröffentlicht: 14. Sep 2020

Du möchtest richtig mit negativen Menschen umgehen und dich vor dem Strudel fremder, negativer Emotionen schützen? Lies jetzt, wie du dich vor Energievampiren schützt – und in deiner Kraft bleibst.

Auf einen Blick

  • Negative Menschen schaden dir und deiner Gesundheit.
  • Das Verhalten negativer Menschen ist nicht deine Schuld, sondern Ausdruck ihrer eigenen inneren Dämonen
  • Chronisch negative Menschen haben immer einen Grund, auf etwas oder jemanden zu schimpfen
  • Es gibt gute Strategien und klare No-Goes im Umgang mit negativen Menschen
  • Negative Menschen begegnen dir am Arbeitsplatz, in der Familie oder sogar im engeren Freundes- und Bekanntenkreis

Warum ist es so wichtig, richtig auf negative Menschen zu reagieren?

Wir kennen sie alle: Menschen, die einem aufgrund ihrer Negativität das Leben schwer machen – und jedem Raum, in den sie kommen, die positive Energie rauben. Dabei ist es völlig egal, ob es sich bei diesen Menschen um romantische Liebespartner, Freunde, eine Arbeitskollegin oder um ein Familienmitglied handelt. Energievampire sind überall.

Wir alle haben uns schon mal in einer Situation befunden, in der wir es mit einem negativen Menschen zu tun hatten und uns gefragt haben, wie wir jetzt am besten mit ihm umgehen. Wenn wir im alltäglichen Leben ständig destruktivem Verhalten ausgeliefert sind, laufen wir Gefahr, unsere Positivität zu verlieren. Frage dich einmal: Was sind deine Reaktionsmuster? Welche Strategien wählst du, um mit Energiesaugern und Schwarzsehern fertig zu werden?

Du findest alle wichtigen Antworten in diesem Beitrag, sodass du in Zukunft besser gewappnet bist, um Energieräuber zu erkennen und effektiv abzublocken. Ich beantworte in diesem Beitrag folgende Fragen:

  • Sollen wir den negativen Menschen komplett loswerden?
  • Reicht es, wenn wir den negativen Menschen auf emotionaler Ebene loslassen?
  • Was sagt die Psychologie über den Umgang mit negativen Menschen?
  • Und können sich negative Menschen ändern?
  • Wie erkennt man überhaupt negative Menschen und wie können wir negativen Menschen helfen?

Schütze dich und deine Gesundheit vor Energieräubern

Das Problem im Umgang mit negativen Leuten ist, dass wir selbst Unmengen an positiven Lebensenergien verlieren und uns sehr ausgelaugt, müde und manchmal sogar traurig, wütend oder gereizt fühlen, wenn wir viel Zeit mit negativen Menschen verbringen. 

Eines vorweg: Generell ist es ratsam, ausreichend Distanz zu negativen Leuten zu schaffen, da diese Distanz unsere eigene Gesundheit und unser generelles Wohlbefinden verbessert. Eine Studie der University College in London aus dem Jahr 2020 zeigt, dass lästige, pessimistische und sich ständig wiederholende Gedanken zu einem kognitiven Rückgang sowie zu Ablagerungen schädlicher Gehirnproteine führen können, was im schlimmsten Fall zu Alzheimer führt. Wenn du dich also regelmäßig durch negative Energiesauger gestresst fühlst, geht es auch um deine Gesundheit.

Es ist deshalb wichtig, dass du gegenüber negativen Menschen klare Grenzen setzt. Es lassen sich jedoch nicht alle Begegnungen mit Energieräubern vermeiden. In besonders schlimmen Fällen halten uns negative Eindrücke des Tages sogar vom Schlafen ab. Du benötigst eine Bewältigungsstrategie, um Grübeleien zu unterbinden und ein mögliches Gedankenkarussell zu stoppen.

Nur sehr wenige Menschen schaffen es, so viel Positivität intrinsisch (aus sich heraus) zu generieren, dass sie sich nicht durch „Miesepeter“, „Jammerer“, „Energiesauger“ und „Schwarzseher“ herunterziehen lassen. Es ist nämlich normal, dass dich die Stimmung (der „Vibe“) deines Umfeldes und deiner Umgebung bis zu einem gewissen Grad beeinflusst.

Es lohnt sich also, über den richtigen Umgang mit negativen Menschen nachzudenken und anschließend entsprechende Maßnahmen im Umgang mit ihnen zu treffen. Denn: Es geht um deine emotionale und physische Gesundheit.

In diesem Blogbeitrag sage ich dir, woran du negativ eingestellte Menschen erkennst und wie du richtig mit ihnen umgehst – ohne selbst Schaden zu nehmen.

Zuerst möchte ich aber auf den Ursprung von Negativität eingehen. Die Ursachen zu kennen hilft dir ungemein dabei, Energievampire auszuhebeln.

Warum sind Menschen negativ?

Von Zeit zu Zeit passiert es, dass wir auf Menschen treffen, die sehr negativ sind. Damit meine ich Menschen, die ihre Umwelt in eine negative Aura hüllen – und anderen Menschen damit die Energie stehlen. Und zwar unabhängig von äußeren Einflüssen wie Schlafmangel oder Hungergefühl.

Psychologen bezeichnen negative und toxische Charaktereigenschaften wie Egoismus, Narzissmus, Gaslighting, oder Gehässigkeit (denen die Negativität oft zugrunde liegt) auch als “dunklen Kern der Persönlichkeit”.

Hinweis: Ich habe zu diesem sehr wichtigen Thema zwei ausführliche Beiträge inklusive Selbsttest verfasst: Toxische Beziehungen erkennen und Beziehung mit einem Narzissten.

Eine wichtige Ursache: Im Laufe unseres Lebens durchleben wir viele verschiedene Emotionen. Wir erfahren Schmerz, Leid, Enttäuschungen und Unsicherheiten aller Art und müssen aufgrund dessen eine ganze Reihe an unangenehmen Gefühlen durchleben.

Menschen, die nie gelernt haben, mit diesen unangenehmen Emotionen und Gefühlen umzugehen, kompensieren diesen Mangel an Wissen unter anderem mit negativem Verhalten – sie entwickeln einen “dunklen Kern”.

Um ihre eigenen negativen Gefühle nicht mit sich selbst aussitzen zu müssen, projizieren sie diese negativen Gefühle auf andere Menschen. Im Umgang mit negativen Menschen fühlt sich das so an, dass wir durch die Negativität unseres Gegenübers selbst ein negatives Gefühl entwickeln. Dieser Gefahr solltest du dich entziehen.

Wenn der negative Mensch merkt, dass du nun auch eine negative Laune hast, wirkt das für ihn wie ein Ventil, über das er seinen eigenen inneren Druck abbauen kann.

Merkmale negativer Menschen

Jeder Mensch ist irgendwann mal in einer sehr negativen Stimmung. Das ist völlig normal. Es gibt keinen einzigen Menschen, der sein ganzes Leben lang grinsend wie ein Honigkuchenpferd durch die Gegend hüpft.

Chronisch negative Menschen zeichnen sich hingegen dadurch aus, dass ihre negative Geisteshaltung über mehrere Situationen hinweg stabil ist. Sie sind also immer negativ und stecken die Menschen um sich herum mit dieser Negativität an.

Im Folgenden möchte ich dir die wichtigsten Anzeichen negativer Menschen erklären, sodass du sie in deinem Umfeld sofort erkennst:

Sie beschweren sich über alles und jeden

Chronisch negative Menschen haben immer einen Grund, um auf etwas oder jemanden zu schimpfen. Dabei kann es sich um so etwas banales wie das Wetter handeln, wobei es hier egal ist, ob es zu heiß oder zu kalt ist, es kann sich aber auch um schwierige Themen handeln wie wie beispielsweise diverse Beziehungsprobleme.

Sie sind cholerisch

Negative Menschen sind oft sehr cholerisch. Egal ob es sich um ein kleines oder ein großes Problem handelt, sie gehen wahnsinnig schnell an die Decke und machen aus der berühmten Mücke einen riesengroßen Elefanten.

Sie lästern

Negative Menschen in deinem Umfeld haben die Angewohnheit, schlecht über andere Menschen zu sprechen. Wenn du bemerkst, dass sich dein Vater ständig über den Nachbarn aufregt, deine beste Freundin permanent schlecht über ihren Freund spricht oder dein Kollege keine Chance verpasst, um schlecht über die neue Kollegin zu sprechen: Dann weißt du ganz genau, dass du es mit einem sehr negativen Menschen zu tun hast.

Sie sind egozentrisch

Wenn du es mit einem negativen Menschen zu tun hast, dann merkst du, dass dieser Mensch sehr gerne über sich selbst und seine Probleme redet. In einem Gespräch mit diesem Menschen kommst du selbst nie zu Wort. Es geht immer nur um den negativen Menschen, und was in seinem Leben alles schief läuft.

Sie sind das Opfer

Ein weiteres eindeutiges Anzeichen ist die selbst auferlegte Opferrolle. Grundsätzlich beziehen sie alles auf sich und fühlen sich sehr schnell und leicht gekränkt, was sie wiederum sofort ihrem Umfeld mitteilen müssen.

5 Tipps: Mit negativen Menschen umgehen

Manche Menschen sind richtige Energievampire und wollen dich mit ihrer negativen Aura einnehmen. Sie überfluten dich mit ihren Problemen, ohne an einer langfristigen Lösung ihrer Probleme interessiert zu sein. Sie lieben es, in Selbstmitleid zu baden und brauchen dabei die Aufmerksamkeit anderer Leute, die sie zusätzlich noch mal mehr bemitleiden.

Mit negativen Menschen umgehen - 5 Tipps

Bitte lies dir meine vier Tipps zum Umgang mit negativen Menschen durch – und versuche, diese konsequent umzusetzen. Wenn du noch tiefer in das Thema einsteigen magst, höre bitte meine Podcast-Folge dazu an:

Oder hier herunterladen

Habe Empathie

Mein erster Tipp: Versuche zu verstehen, warum die Person eine negative Lebenseinstellung hat. Wenn du das negative Verhalten auf einer logischen Ebene verstehst, musst du es nicht mehr so persönlich nehmen. Es wird dir so viel leichter fallen, ein Mitgefühl für dein Gegenüber zu entwickeln. Das neue Verständnis erzeugt Mitgefühl – und diese Empathie erleichtert es dir wiederum, mit der negativen Energie klarzukommen.

Finde eine innere Distanz

Das Erste (und vielleicht wichtigste, aber auch schwerste), was du verstehen darfst, ist, dass die Negativität anderer Leute nichts mit dir als Person zu tun hat. Im Umgang mit negativen Menschen tendieren wir manchmal dazu, uns selbst zu fragen, was wir gesagt oder getan haben, um diese Person zu verärgern.

Was wir lernen dürfen, ist, zu verstehen, dass die Verantwortung für die Emotionen und Gefühle anderer Menschen bei ihnen liegt. Selbst wenn wir etwas gesagt oder getan haben, was die andere Person verletzt hat, liegt der gesunde Umgang mit dieser Verletzung in der Verantwortung dieser Person.

Es ist ihre Verantwortung, dir ihre unangenehmen Gefühle auf angemessene Weise mitzuteilen, damit ihr das Problem anschließend zusammen aus der Welt schaffen könnt.

Der Schlüssel, um mit einer negativen Person bestmöglich umzugehen, liegt darin, das negative Verhalten dieser Person zu erkennen und mit ihr auf Augenhöhe darüber zu sprechen.

Mein Tipp: Du darfst dieser Person sagen, dass du merkst, dass sie gerade nicht so gut gelaunt ist und deshalb sehr negativ ist. Du darfst ihr auch sagen, dass du ihre Emotionen und Gefühle verstehst und ihr gerne den Raum gibst, damit sie in Ruhe damit fertig werden kann.

Mit diesem Verhalten erkennst du die Emotionen und Gefühle der anderen Person an, ohne dich selbst darin emotional zu verstricken. Meiner Meinung nach ist das die Definition von Selbstliebe lernen. Du hast erkannt, dass es nicht dein authentischer Weg ist, den Ballast eines anderen Menschen auf dich zu laden.

Setze Grenzen

Der Grat zwischen der Bereitschaft, jemandem zuzuhören und ihm Beistand zu leisten und selbst in die negative Laune mit hineingezogen zu werden, ist sehr schmal.

Warum Grenzen setzen?

Deswegen ist es wichtig, für sich selbst eine ganz klare Grenze zu definieren, ab wann du dieser Person nicht mehr helfen möchtest. Mein Tipp: Wenn diese Grenze übertreten wird, dann musst du Konsequenzen ziehen und dich von diesem Menschen entfernen.

Erwarte von negativen Menschen keine Veränderung

Mein Tipp: Du vergeudest deine eigene Zeit und Energie, wenn du von einem negativen Menschen in deinem Umfeld verlangst oder sogar erwartest, sich in seinem Verhalten zu ändern. Das Einzige, was du damit erreichst, ist, dass du innerlich in einen Widerstand gehst.

Dein Körper signalisiert dir diesen Widerstand beispielsweise, indem du einen sehr unangenehmen Druck auf deiner Brust spürst. Im Umgang mit negativen Menschen ist es besser, ihnen ein Feedback zu geben, aber die Erwartung fallen zu lassen, dass deshalb eine Verhaltensänderung eintritt.

Wenn dein Partner oder deine Partnerin negativ ist und dich damit emotional belastet, musst du dir die Frage stellen, ob du die Beziehung in der Form möchtest – und wenn nein, was eine gute Beziehung ausmacht für dich.

Nach einer Trennung kann die Abwesenheit ständiger Negativität auch befreiend wirken und dir dabei helfen,

Lass dich nicht in Streits verwickeln

Erlaube negativen Menschen in deinem Umfeld nicht, dich in deiner positiven Gemütsverfassung negativ zu beeinflussen. Mein Tipp: Lass nicht zu, dass ein destruktiver Streit oder ein kritisches Benehmen deines Gegenübers, dich in deiner positiven Wahrnehmung von der Welt stört.

Hier habe ich eine Meditation für dich, die dir dabei hilft, in Konfliktsituationen ruhig und entspannt zu bleiben. Wenn du Interesse an einem kostenfreien Meditations-Audiokurs hast, sieh dir auch meinen Beitrag Meditation für Anfänger an.

Wenn es dir häufig passiert, dass du dich in Streitigkeiten verwickeln lässt, frage dich einmal:

1.     Warum habe ich das Bedürfnis, diese Person durch mein eigenes Verhalten besser fühlen zu lassen? 

2.     Wenn ich weiß, mit dieser Person nichts falsch gemacht zu haben, warum fühlt es sich für mich so an, als ob ich mit dieser Person etwas falsch gemacht habe?

3.     Kenne ich dieses Gefühl aus meiner Vergangenheit? Meiner Kindheit? Früheren Beziehungen?

Schreibe dir die Antworten am besten auf ein Blatt Papier, damit du dir deine eigenen Motivationen im Umgang mit negativen Menschen immer wieder vor Augen führen kannst. 

Eventuell erkennst du mit der Zeit hinter deinen eigenen Verhaltensmustern ein immer wiederkehrendes Muster.

No-Gos im Umgang mit negativen Personen

Wenn wir mit Energieräubern bestmöglich umgehen wollen, dann lohnt es sich zu wissen, was wir in Gegenwart dieser Menschen vermeiden sollten:

1.     Vermeide mit negativen Menschen in deiner Umgebung schwierige Themen. Das können heikle Themen über die Politik, den Job oder die Ehe sein.

2.     Vermeide es, dein Hauptaugenmerk auf das Problem selbst zu legen und fokussiere dich stattdessen auf die Lösung des Problems. Lass dich von der negativen Person in deinem Umfeld auch nicht auf das Problem selbst festnageln.

3.     Vermeide es, dich für die Probleme des negativen Menschen in deinem Umfeld verantwortlich zu fühlen. Du kannst ihm Lösungen vorschlagen und ihn unterstützen. Die Hauptarbeit muss aber er selbst erledigen.

4.     Vermeide es, in ein Drama hineingezogen zu werden und entferne dich sobald du merkst, dass deine persönliche Schmerzgrenze erreicht ist.

In welchem Umfeld begegnen mir negative Menschen?

Wenn wir an den Umgang mit negativen Menschen denken, kommen vielen vermutlich zuerst der Partner oder die Partnerin in den Sinn. Das ist völlig normal. Immerhin verbringen wir mit diesem Menschen viel Zeit und die Gefühle in Paarbeziehungen sind meist weitaus intensiver, als in allen anderen Beziehungen.

Tatsächlich begegnen wir negativen Menschen aber auch in anderen Bereichen unseres Lebens und werden von ihnen in unseren eigenen Gefühlen und Emotionen sehr stark beeinflusst.

Nachfolgend möchte ich dir Lebensbereiche aufzeigen, in denen du auf negative Menschen treffen kannst. Ich erkläre dir auch, wie du mit diesen Energievampiren am besten umgehst.

Der Umgang mit negativen Menschen am Arbeitsplatz

Auch wenn wir uns dessen vielleicht gar nicht so bewusst sind: In den meisten Fällen verbringen wir mit Arbeitskolleg*innen am Arbeitsplatz viel mehr Zeit, als mit unseren Partner*innen zu Hause. Vielleicht fällt dir spontan sogar eine Kollegin oder ein Kollege ein, die aufgrund ihrer negativen Art hervorstechen.

Die Gefahr: Wir übernehmen manchmal negative Gedanken, Gefühle, Emotionen und sogar Verhaltensmuster von Kollegen – wir verbringen schließlich sehr viel Zeit mit ihnen. Es kann deshalb eine echte Herausforderung sein, negative Energien von Kollegen abzublocken.

Vielleicht kennst du die Situation, dass dir ganz bestimmte Kolleginnen oder Kollegen regelrecht die Kraft rauben (sie drücken ganz bestimmte Knöpfe bei dir und bringen dich so aus der Balance). Du fürchtest dich schon jetzt vor dem nächsten gemeinsamen Meeting, weil du weißt, wie schlecht du dich danach fühlen wirst. Sieh dir noch einmal meine Tipps von oben an – und wende sie auch im beruflichen Kontext an!

Da wir so viel Zeit mit den Menschen auf der Arbeit verbringen und eine starke Bindung zu ihnen aufbauen, ist es umso wichtiger, uns vor negativen Menschen am Arbeitsplatz bewusst zu schützen – und gegebenenfalls abzugrenzen. Wenn wir Miesepeter und „Jammerer“ (du weißt, wen ich meine) am Arbeitsplatz nicht erkennen und uns emotional nicht vor ihnen schützen, passiert es, dass wir ihre negative Stimmung als unser eigenes Lebensgefühl übernehmen.

Manche Kolleginnen und Kollegen können echte Energieräuber sein. Viele Menschen verbringen jeden Tag 8 oder mehr Stunden mit den gleichen Personen. Wenn du abends das Büro verlässt und dich erschöpft und leer fühlst, machst du deinen Job vielleicht in einem negativen Umfeld. Und das kann richtig kräftezehrend sein.

Es kann sich sogar negativ auf unsere privaten Beziehungen auswirken. Möglicherweise nimmst du die Negativität aus dem Job mit nach Hause – und reagierst abends nach getaner Arbeit auf Kleinigkeiten sehr gereizt. Spätestens jetzt, ist es für dich an der Zeit, dich im Umgang mit negativen Menschen zu schulen.

Hier habe ich die drei wichtigsten Tipps für dich zusammengestellt, die dir beim Umgang mit negativen Menschen am Arbeitsplatz helfen:

Fokussiere dich auf das Berufliche

Fokussiere dich bei Gesprächen mit einer negativen Kollegin oder einem negativen Kollegen ganz klar auf das Berufliche. Lass dich nicht in private Lästereien involvieren und vermeide negativen Small Talk.

Vermeide Gossip

Gehe zudem internem Klatsch und Tratsch aus dem Weg. Wenn du dich auf Klatsch und Tratsch einlässt, dann fällt das irgendwann auf dich zurück und du wirst selbst Opfer von negativem Gerede. Wenn du einmal drinnen bist, wird es sehr schwer für dich, aus dem negativen Kreislauf wieder herauszukommen.

Eine Studie der Wake Forest University bestätigt, dass die negative Wahrnehmung anderer Menschen mit einem höheren Grad an Narzissmus und asozialem Verhalten verbunden ist.

Entziehe dich der Situation

Im Umgang mit negativen Menschen am Arbeitsplatz ist es wichtig, zu lernen, negativ ausgelegte Sätze, auf positive Aspekte zu lenken. Wenn du merkst, dass deine Positivität nicht angenommen wird, entferne dich aus dem Gespräch.

Wenn du das Gefühl hast, dass die negative Arbeitsumgebung sich niemals ändern wird, reflektiere einmal ehrlich, ob dieser Ort der richtige für dich ist. In der Regel verbringen wir viel Zeit mit Arbeitskollegen. Wir haben es verdient, in einem positiven Umfeld zu arbeiten.

Der Umgang mit negativen Menschen in der Familie

Bestimmt kennst du das Sprichwort „Blut ist dicker als Wasser“. Damit ist gemeint, dass das emotionale Band zu unserer Herkunftsfamilie noch mal viel stärker ist, als bei allen anderen Menschen in unserem Leben. Es bedeutet, dass Familie immer vorgeht, egal was passiert.

Dieser Glaubenssatz wird uns zum Verhängnis, wenn wir es in unserer Familie mit einem sehr negativen Menschen zu tun haben. Obwohl wir ganz genau merken, dass uns der Umgang mit diesem negativen Menschen nicht guttut, empfinden wir ihm gegenüber die Verpflichtung, für ihn da zu sein und ihn in seiner misslichen Lebenslage zu unterstützen.

Generell empfehle ich, negative Leute aus dem eigenen Leben zu streichen. Zumindest, wenn du unter ihrem Verhalten leidest. Wenn es sich aber um ein Familienmitglied handelt, das man nicht so einfach verlassen kann, ist es wichtig, sich wenigstens eine geeignete Strategie zurechtzulegen, um bestmöglich mit diesem negativen Menschen umzugehen.

Finde ein konstruktives Ventil

Wenn du merkst, dass du innerlich Frust, Ärger oder andere negative Emotionen im Umgang mit dem negativen Menschen empfindest, dann verwandle diese negative Energie in positive Energie. Das machst du, indem du dir deine negativen Gefühle bewusst machst und sie beim Sport oder bei einem Spaziergang abbaust.

Wenn du deine negativen Gefühle abgebaut hast, dann betrachte die vergangene Situation noch mal. Überlege dir, was dich genau wütend oder frustriert gemacht hat und überlege dir, wie du diese Situation beim nächsten Mal anders bewältigen kannst.

Podcast: 7 Wege, wie du mit Negativität umgehen kannst

Fazit

Wie gehe ich mit negativen Menschen um?

Es ist ratsam, möglichst Distanz zu negativen Leuten aufzubauen. Folgende Maßnahmen können dir helfen, mit ihnen umzugehen: Habe Empathie und verstehe, warum die Person negativ ist. Finde innere Distanz und verstehe, dass ihr negatives Verhalten nichts mit dir zu tun hat. Setze Grenzen und ziehe Konsequenzen. Erwarte von der Person keine Veränderung. Lass dich nicht in einen Streit verwickeln.

Warum sind Menschen negativ?

Im Laufe unseres Lebens erfahren wir Schmerz, Leid, Enttäuschungen und Unsicherheiten und müssen aufgrund dessen unangenehme Gefühle durchleben. Menschen, die nie gelernt haben, mit diesen Emotionen umzugehen, kompensieren ihren Mangel mit negativem Verhalten. Um negative Gefühle nicht mit sich selbst aussitzen zu müssen, projizieren sie diese auf andere Menschen.

Wie erkenne ich negative Menschen?

Chronisch negative Menschen zeichnen durch eine stabil negative Geisteshaltung aus. Sie sind also immer negativ und stecken die Menschen um sich herum mit dieser Negativität an. Anzeichen: Sie beschweren sich über alles und jeden, lästern oft und sehen sich als Opfer. Zudem können sie cholerisch und egozentrisch sein.

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Chris Bloom

Ich bin Chris Bloom – Systemischer Therapeut i.A., Gesundheitsökonom (M. Sc.), Autor, Podcaster, Speaker und Coach. Unsere Gedanken und die richtige innere Haltung empowern uns, unser Leben nach unseren Wünschen zu kreieren. Das Fundament hierfür bilden die drei Säulen: Selbstvertrauen, Selbstliebe und Selbstkenntnis. Diese sind für uns individuell erlernbar – wie das Einmaleins in der Schule. Ich helfe dir dabei, dieses Fundament zu schaffen – damit du das Leben leben kannst, das du dir wünscht. Infos zu meiner Vita und Vision: Wer ist Chris Bloom?

2 Kommentare

  1. Heike Weller-Darr

    Lieber Chris ! Eine sehr vit Folge! Sehr hörenswert. Vieles ist mir bekannt,bestätigt und erinnert noch einmal und macht es bewusst! .Danke liebe Grüße

    • Chris Bloom

      Hallo liebe Heike, das freut mich sehr! Abonniere sehr gerne meinen Podcast auf Spotify oder Apple ITunes. Oder meinen Newsletter: Hier machen wir ebenso immer wieder ein Update. Liebe Grüße Chris