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Zu sich selbst finden: Wie gelingt Selbstfindung?

von | Stand: 15. Apr 2021 | Veröffentlicht: 10. Apr 2021

Zu sich selbst finden, kann eine echte Mammutaufgabe sein. Meine Tipps und kostenlosen Minikurse unterstützen dich auf der Reise in dein Inneres.

30-Sek. Zusammenfassung

  • Selbstfindung ist ein Prozess. Wenn du dich selbst gefunden hast, fühlst du dich in dir selbst zu Hause.
  • Selbstfindung macht Selbstverwirklichung erst möglich. Indem du dich selbst besser kennenlernst, wirst du dir klar darüber, was du vom Leben möchtest.
  • Das Selbst verändert sich durch Erfahrungen lebenslang.
  • Du findest in diesem Beitrag wertvolle Tipps, um dich selbst zu finden sowie kostenlose Minikurse, um noch heute starten zu können.
  • Alle Wege der Selbstfindung haben eines gemeinsam: Wir müssen Zeit mit uns selbst verbringen und uns ehrlich reflektieren.

Was bedeutet Selbstfindung?

Selbstfindung ist ein Prozess. Eine Reise.

Zu sich selbst zu finden, bedeutet im Kern zwei Dinge:

  1. Du weißt, wer du bist: Du kennst dich selbst und deine Werte. Du verstehst, warum du dich verhältst wie du dich verhältst. Du bist dir im Klaren darüber, was dir im Leben wichtig ist und was dich motiviert.
  2. Du bist mit dir im Reinen: Du akzeptierst dich, wie du bist. Du fühlst dich “genug” und akzeptierst dich mitsamt deiner Emotionen, Gedanken, Persönlichkeitsmerkmale, Ziele und Träume. Du verspürst nicht den Drang, einem Fremdbild hinterherzulaufen.

Je mehr du diese beiden Grundsätze leben kannst, desto verbundener fühlst du dich. Verbunden mit dir selbst. Verbunden mit deinem Gegenüber und deiner Umwelt. Das Resultat: Du lebst in Einklang mit deinen Werten und bist als Mensch authentisch.

Die Verbundenheit mit dir selbst führt also zu mehr Authentizität in deinem Leben. Dein Fühlen, Denken, Sprechen und Handeln sind integer. In anderen Worten: Du bist dir selbst treu. Deine Werte spiegeln sich in deinem Verhalten wider.

Mit dem Älterwerden lernen wir uns automatisch besser kennen (manche Menschen mehr, andere weniger). Parallel dazu ändern sich Werte, Ziele und äußere Umstände im Laufe des Lebens. Um dich dauerhaft authentisch zu fühlen, ist es wichtig, die Verbindung zu deinem „Kern“ und deinem Herzen aufrechtzuerhalten.

Das gelingt, indem du dich konstant weiterentwickelst und nicht starr an alten Werten und Glaubenssätzen festhältst. Voraussetzung dafür ist wiederum, dass du dich und dein Verhalten ehrlich reflektierst. Es ist bisweilen schade mit anzusehen, dass zwar alle Menschen älter, aber nicht unbedingt reifer werden.

Damit dir das nicht passiert, frage dich immer wieder aufs Neue:

  • “Wer bin ich wirklich?
  • “Was sind meine Werte?”
  • “Was will mein Herz/meine Intuition?”
  • “Wie entfaltet sich mein authentischer Lebensweg vor mir?”

Warum ist es wichtig, sich selbst zu finden?

Wenn du dich selbst findest, wirst du ein “Zuhause” in dir selbst finden. Du wirst das „Alleinsein“ schätzen lernen. Daraus entsteht eine großartige Freiheit. Denn: Unabhängig vom Ort und von den Personen, die dich umgeben, wirst du dich friedvoll fühlen.

Die Abhängigkeit vom “außen” nimmt ab. Du begreifst, dass dein Glück in dir selbst liegt. Auf deiner Selbstfindungsreise wirst du dich immer besser kennen lernen. Du wirst herausfinden, wer du bist und was dir wichtig ist. Du lebst deine Leidenschaften. 

Dies geht dann fließend in den Prozess der Selbstverwirklichung über. Selbstverwirklichung findet dann statt, wenn du weißt, was dir gut tut und dein Leben danach ausrichtest. Dies trifft auf alle Lebensbereiche zu.

Kurzum: Wenn du dich selbst findest, wirst du ein zufriedeneres, wahrhaftigeres Leben ohne Reue führen.

Finden wir uns selbst oder kreieren wir uns selbst?

Bewusstseinsforscher betonen, dass das “Selbst” veränderbar ist. Durch Erfahrungen verändern und entwickeln wir uns im Laufe des Lebens. Selbstfindung ist also ein dynamischer Prozess, der nie aufhört.

Dabei können wir sogar selbst mitbestimmen, in welche Richtung wir uns verändern.

Wir kreieren unsere Erfahrungswelt:

  • Je nachdem, mit welchen Gedanken wir uns bewusst beschäftigen, färben wir unser emotionales Erleben (unsere Gedanken lösen Emotionen aus)
  • Je nachdem, welche Situationen und Menschen wir aufsuchen, verändern wir unser “Selbst” durch neue Erfahrungen (unsere Erfahrungen formen unser Selbst)
  • Je nachdem, welche Gewohnheiten wir etablieren, wählen wir unsere alltäglichen Erfahrungen (unsere Routinen prägen unsere Erfahrungen)

Das bedeutet: Wir können nicht nur herausfinden, wer wir sind. Wir können auch mitbestimmen, wer wir sein wollen.

Was geschieht, wenn wir uns nicht selbst finden?

Wenn wir uns nicht selbst finden, sind wir nie ganz im Kontakt zu uns selbst. Einerseits besteht dann die Gefahr, dass wir uns in der ewigen Ablenkung von uns selbst verlieren. Andererseits leben wir vielleicht in einem Mangelgefühl, da wir schlicht nicht wissen, was wir wirklich brauchen.

Wenn du dich selbst kennst, kannst du

  • deine Bedürfnisse erfüllen und
  • zwischenmenschliche Beziehungen führen, die dein Leben bereichern.

Wie verbringst du deine Zeit im Alltag? Lenkst du dich häufig ab mit Netflix, Social Media, Essen, Arbeit oder sogar Drogen (Alkohol oder Nikotin)? In vielen Fällen führen diese Ablenkungsstrategien dazu, dass wir den Kontakt zu uns verlieren.

Das Resultat: Dein Leben wird eintöniger. Denn wir sind weder im Kontakt mit unseren Gefühlen, noch mit unserem Körper. Wir entfremden uns und haben Probleme, uns auf unser Bauchgefühl und unsere Intuition zu verlassen.

Auch Begegnungen mit anderen sind oberflächlicher, weil wir ihnen nicht mit unserem ganzen “Wesen” begegnen. Wir lassen uns nicht berühren. Unter Umständen fühlen wir uns sogar einsam, weil unsere menschlichen Verbindungen nicht so tief sind, wie sie sein könnten.

Lesetipp: Wenn du deine Beziehungen zu anderen Menschen verbessern willst, empfehle ich dir meinen Beitrag was tun gegen Einsamkeit.

Selbstfindung heißt, die eigenen Bedürfnisse, Werte und Ziele zu ergründen. Es ist wichtig, zu wissen, was du vom Leben willst. Es ist aber genauso wichtig, zu wissen, was du nicht willst. Wenn du mit dir selbst nicht im Einklang bist, hast du womöglich Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen.

Die Folge: Deine emotionale Gesundheit leidet, weil du für dich nie herausgefunden hast, was dir guttut – und was dir Energie raubt.

Tipps und Wege zur Selbstfindung

Viele Wege führen nach Rom.

Doch alle Wege haben eins gemeinsam: Zeit mit dir selbst. Lenke dich nicht ausschließlich im Außen ab, sondern nimm dir bewusst Zeit zur Reflexion. Lerne, das Alleinsein wertzuschätzen und auf dein Bauchgefühl zu hören.

Jeder Mensch ist anders. Deswegen gibt nicht nur einen Weg, um dir selbst näher zu kommen. Finde unten heraus, welcher Weg sich für dich richtig anfühlt.

Die richtigen Fragen stellen (sich selbst)

Sich selbst die richtigen Fragen zu stellen, ist einer der “einfachsten” und wirkungsvollsten Wege, um sich selbst zu finden.

Deine Energie folgt deiner Aufmerksamkeit: Wenn du dich bewusst mit den folgenden Fragen auseinandersetzt, wirst du dein Leben automatisch nach deinen Werten und Zielen ausrichten.

Woher komme ich?

“Back to the roots.”

Eine der wichtigsten Fragen in puncto Selbstfindung ist: “Woher komme ich?”

In den ersten Jahren unseres Lebens werden unsere Grundüberzeugungen und Grundbeziehungsmuster für unser Leben geprägt.

Neben genetischen Anlagen spielt laut der modernen Lernpsychologie vor allem das sogenannte “Modelllernen” eine Rolle. Das heißt, wir lernen als Kinder am Modell unserer Eltern, wie wir uns verhalten sollen.

Dies trifft vor allem auf unsere Beziehungserfahrungen zu. Einfach gesagt: Wenn du den richtigen Partner finden willst, musst du zuerst deine gelernten Beziehungsmuster verstehen und wissen, welcher Beziehungstyp du bist (mit kostenlosem Test).

Stelle dir folgende Fragen, um dich besser zu verstehen:

  • Was macht für mich eine gute Beziehung aus?
  • Bin ich beziehungsfähig?
  • Welchen Gewohnheiten gehe ich seit Jahren nach?
  • Welche Charakterzüge haben meine Eltern?
  • Haben meine Eltern einen positiven oder negativen Selbstwert?
  • Haben meine Eltern mir das Gefühl von Autonomie gegeben?
  • Habe ich gelernt Verantwortung zu übernehmen?
  • Waren meine Eltern sehr ängstlich/besorgt um mich und wie wirkte sich das auf mich aus?
  • In welchen Punkten bin ich meinen Eltern ähnlich?
  • Welche Beziehung haben meine Eltern geführt?
  • Welche schmerzlichen Erfahrungen habe ich in meiner Kindheit gemacht und welche Konsequenzen hatte diese Erfahrung für mein Verhalten?
  • Gibt es heute Momente, in denen ich mich wie ein kleines Kind fühle?
  • Mit welcher Erfahrung aus meiner Kindheit verbinde ich dieses Erleben?

Wer bin ich?

Die Frage “Wer bin ich?” beschreibt die Frage, was dich als Mensch ausmacht und was dich von anderen unterscheidet.

  • Was kann ich besonders gut?
  • Welche Dinge fallen mir leicht?
  • Wofür werde ich oft gelobt?
  • Mit welchen 3 Adjektiven würdest du dich selber beschreiben?

Finde deine Stärken heraus. Baue diese bewusst aus. Hole dir Feedback von deinen Mitmenschen. Frage vertraute Freund:innen nach einem ehrlichen “Fremdbild” (das Bild, das eine dritte Person von dir hat). Wie nehmen dich enge Freunde wahr? Diese Fremdperspektive von außen hilft ungemein, um einen klaren, ungeschönten Blick auf die eigene Person zu erhalten.

Deine Schwächen erwähne ich hier bewusst nicht. Fördere dein Wachstum. Fokussiere auf das Positive in deinem Leben und werde so zur besten Version deiner selbst.

Wohin gehe ich?

Gib deinem Leben einen Sinn. Sinnhaftigkeit ist eine wichtige Grundvoraussetzung für ein zufriedenes Lebensgefühl. Was ist dein „Warum“? Ambitionierte, erreichbare Ziele und Wünsche sind ein starker Treiber.

Eine äußerst wirkungsvolle Methode, um Ziele und Träume klar und verbindlich zu visualisieren, ist das sogenannte Vision Board. Ein Vision Board zu erstellen, ist der perfekte Startpunkt, um sich Zielen bewusst zu werden und Wünsche zu manifestieren.

Es ist hilfreich, zwischen äußeren Zielen und inneren Zielen zu unterscheiden. Innere Ziele betreffen Charaktereigenschaften, Bedürfnisse, Fähigkeiten, die innere Haltung sowie die Lebenseinstellung. Äußere Ziele beziehen sich auf Familie, Beruf, Hobbies et cetera.

Leite deine äußeren Ziele anhand folgender Fragen ab:

  • Was macht mir Spaß und was ist meine Leidenschaft?
  • Bei welchen Dingen vergesse ich die Zeit?
  • In welche Dinge kann ich mich so richtig “reinknien”?
  • Was interessiert mich in meinem Lebensabschnitt gerade besonders?
  • Wie tu ich anderen durch mein Sein “Gutes”?
  • Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?
  • Welchen positiven Einfluss hat mein Tun in dieser Welt?

Leite deine inneren Ziele anhand folgender Fragen ab:

  • Wie sollen mich andere Leute wahrnehmen?
  • Was sollen meine Freunde rückblickend über mich als Person sagen? (Stelle dir vor, du hörst deine eigene Grabrede.)
  • Welches Gefühl möchte ich jeden Tag erleben?

Indem du deinen Lebensweg skizzierst und dir erreichbare Ziele setzt, kommst du dir selbst wieder ein Stück näher. Du bringst deine inneren Bedürfnisse in Einklang mit deinen äußeren Zielen.

Mit wem?

Gemeinsam ist man stärker als allein. Suche dir die Menschen, mit denen du deine Träume verwirklichen kannst. Studien zeigen: Gute zwischenmenschliche Beziehungen fördern ein positives Selbstbild.

Folgende Fragen helfen dir, dein Beziehungsumfeld bewusst zu gestalten:

  • Welche Art von Begegnungen geben mir Kraft?
  • Bei welchen Menschen kann ich “ich” sein?
  • Mit welchen Menschen genieße ich den Moment?
  • Welche Menschen unterstützen mich in der Erreichung meiner Ziele?
  • Welche Menschen stärken mein Selbstwertgefühl?
  • Teile ich das gleiche Weltbild mit meinen Freunden?

Es ist wichtig, bewusst zu entscheiden, mit welchen Menschen du deine wertvolle Lebenszeit verbringst.

Dafür gibt es zwei wichtige Voraussetzungen:

Es fällt nicht immer leicht, Energieräuber zu erkennen und diese aus dem Leben zu verbannen. Neue Menschen kennenzulernen, ist meist nämlich nicht das größte Problem.

Selbstliebe lernen

Die Beziehung zu dir selbst hat einen großen Einfluss auf wichtige Faktoren in deinem Leben:

  • Die Qualität deiner zwischenmenschlichen Beziehungen
  • Dein Selbstwertgefühl
  • Deine Lebenszufriedenheit

Bitte nicht verwechseln: Wenn ich von Selbstliebe spreche, meine ich nicht die Form von destruktiv-egoistischer Liebe, wie man sie aus Beziehungen mit Narzissten oder gar toxischen Beziehungen kennt.

Ich meine die gesunde Form der Selbstliebe, die von Selbstakzeptanz, Selbstrespekt und einem positiven Selbstwertgefühl gekennzeichnet ist. Der Clou: Wer sich selbst liebt – mit all den Schwächen und Stärken – kann bei sich selbst ehrlich hinschauen analysieren.

Wenn du dich selbst liebst, bist du mit dir im Reinen. Du machst dir nichts vor und wagst die ehrliche Selbstreflexion. Das öffnet den Raum dafür, dich noch besser zu verstehen. Deshalb wirst du dich infolge einer ausgeprägten Liebe zu dir selbst einfacher finden können.

Lesetipp: Erfahre hier alles zum Thema Selbstliebe lernen (und warum Selbstliebe der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung zu dir selbst ist).

Oder höre dir meinen Podcast zum Thema Selbstliebe an:

Folge hier herunterladen

Lesen

Lesen hilft dir dabei, neue Perspektiven, Impulse und Sichtweisen kennenzulernen. Diese bereichern – im wahrsten Sinn des Wortes – dein Leben. Sie bieten dir neue Lösungen, um mit alten Problemen oder Fragen umzugehen.

Lesen gehört zu einer der wichtigsten Methoden, um die Reise zu sich selbst anzutreten. Gleichzeitig ist Lesen eine passive Tätigkeit – du empfängst Information. Wer nur liest und anschließend nicht ins Handeln kommt, stagniert früher oder später.

Einer der häufigsten Sätze, den Klient:innen sagen, ist: „Ich weiß in der Theorie eigentlich, was das Problem ist, aber ich komme alleine nicht weiter“. Um diesen Effekt zu verhindern, müssen wir nach dem Lesen ins Handeln kommen.

Das geht zum Beispiel, indem du

  • bewusst reflektierst
  • besonders interessante Stellen im Buch markierst und notierst
  • Übungen absolvierst
  • mit einem Coach arbeitest

Welche guten Bücher gibt es?

Viele Menschen sind so berührt über ihren eigenen Weg der Selbstfindung, dass sie diese Erfahrung gerne mit anderen teilen. Sie schreiben Bücher über ihren Selbstfindungsprozess und ihren Lebensweg.

Andere Autor:innen verfassen im Kontrast dazu explizite Ratgeber. Diese Bücher zeigen dir, welche wichtigen Fragen du dir stellen darfst, um dir selbst näher zu kommen. Außerdem bieten viele davon Inspiration für vertiefende, praktische Übungen zur Selbstfindung.

Durch Einsichten aus solchen Büchern wirst du dir selbst ein Stück näher kommen. Dies gelingt dir am besten, wenn du dich von ganzem Herzen auf ein Buch einlässt. Stell dir einmal vor, du trittst in den Dialog mit dem:r Autor:in. Lass dich von den Worten berühren, wenn du sie liest.

Was ist deine innere Antwort auf die Zeilen? Markiere dir besonders bedeutsame Textabschnitte. Schreibe deine Gedanken und Gefühle nieder. Dies hilft dir dabei, das Gelesene zu integrieren.

Im Folgenden habe ich dir eine Liste beliebter Bücher zusammengestellt, die dich in deinem Selbstfindungsweg unterstützen:

Durch jedes neue Buch wird dein Weltbild ein kleines bisschen verändert und bereichert.

Schreiben

Schreiben hilft dir dabei, deine Gedanken zu ordnen und zu reflektieren. Nicht zufällig wird “Journaling” (Tagebuch schreiben) als erfolgreiche Methode im Coaching und in Therapien eingesetzt.

Wir kommen uns selbst näher, indem wir unsere Gedanken und Gefühle auf Papier festhalten. Der Schreibprozess löst wiederum neue Gedanken aus, die wir bisher vielleicht nie konkretisieren konnten.

Wenn wir unsere Gedanken zu Papier bringen, sind wir “gezwungen” (im positiven Sinne), diese einmal zu durchdenken. Dieser Prozess führt dazu, dass wir während und nach des Schreibprozesses reflektieren. So bringt uns das Tagebuchschreiben näher an uns selbst und unsere Gedanken sowie Emotionen.

Reisen

Beim Reisen entwickelst du eine neugierige Haltung dem Leben gegenüber. Jeden Tag prasseln neue Eindrücke auf dich ein. Du siehst neue Landschaften, lernst neue Kulturen kennen und verbringst Zeit mit verschiedensten Menschen (so gesehen, ähnelt das Reisen interessanterweise dem Lesen. Beim Lesen entstehen die Bilder jedoch in unserem Kopf).

Diese Erfahrungen erweitern deinen Horizont. Du erhältst neue Perspektiven und Blickwinkel, die du in dein Leben integrieren kannst.

Vielleicht entdeckst du, dass eine bestimmte Lebensweise oder -art deinem authentischen Selbst entspricht. Du integrierst die Erfahrungen der Reise in dein ganzes Sein.

Pilgern

Eine besondere Art der Selbstfindungsreise ist das Pilgern. Spätestens seit Hape Kerkelings Bestseller-Roman ist der Jakobsweg ein beliebter und bekannter Pilgerweg.

Als Pilger:in reduziert sich deine Lebensrealität für die Dauer der Reise wesentlich auf drei Dinge:

  • Wandern
  • Essen
  • Schlafen

Diese Einfachheit bringt dich in einen Zustand der tiefen Zufriedenheit. Dein Streben nach “weiter, höher, mehr” versiegt. Du begreifst, dass du nichts (oder zumindest wenig) von “außen” brauchst, um glücklich zu sein. Da gibt es nur deinen Rucksack und dich.

All die Dinge, von denen du dir normalerweise in deinem Alltag Glück versprichst, haben keine Bedeutung mehr. Du schöpfst die Zufriedenheit aus deiner körperlichen Bewegung, aus der Verbundenheit zur Natur und zu dir selbst. Natürlich begegnest du während des Pilgerns auch anderen Menschen, deren Geschichten dich berühren und inspirieren können.

In dieses Gefühl der Verbundenheit mit deiner Seele und deinem Körper kannst du nach deiner Reise jederzeit zurückkehren. Du hast die Verbindung zu dir selbst auf der Pilgerreise gestärkt.

Meditation

Meditation ist eine Form der Achtsamkeitspraxis. Du tauchst in einen anderen Bewusstseinszustand ein, indem du zum Beispiel zum:r Beobachter:in deines Atems wirst.

Es ist wissenschaftlich gesichert, dass Meditation die körperliche und mentale Entspannung fördert. Meditation bietet dir die Möglichkeit im Alltag Momente der Ruhe und des Friedens zu erleben.

Durch Meditation lernst du, deine Aufmerksamkeit bewusst zu steuern. Du lernst, deine Gedanken positiv auszurichten. Du verstehst dich selbst immer mehr, da du Zeuge deiner Gedanken bist.

Außerdem lernst du, Gedanken loszulassen. Mach es dir zur Gewohnheit, dir folgende Frage zu stellen: “Ist dieser Gedanke hilfreich?”. Wenn nein – lass ihn los.

Wenn du dich oft in einer negativen Gedankenspirale befindest und Probleme hast, die negative Gedankenspirale zu verlassen, solltest du dir meine Tipps im entsprechenden Beitrag anschauen: Gedankenkarussell stoppen.

Wenn du direkt in die Meditations-Praxis starten möchtest: Absolviere meinen kostenlosen, 7-tägigen Meditations-Audiokurs: Meditation für Anfänger.

Mantras und Affirmationen

Ein Mantra ist ein Spruch, den du immer wieder wiederholst. Dieser ist meist mit einer bestimmten positiven Absicht dir selbst oder deinen Mitmenschen gegenüber verbunden. Im östlichen Traditionen, wie zum Beispiel dem Buddhismus, werden Mantren häufig gesungen.

Die Idee der Mantra-Meditation liegt darin, das Mantra in deinen Alltag zu integrieren. Das Mantra begleitet dich also durch den Alltag. Erst dann kannst du das wahre Geschenk des Mantras erkennen.

Mantras und Affirmationen helfen vielen Menschen dabei, den Fokus auf Positives zu richten. Zudem schaffen sie eine tägliche Routine – und damit Struktur. Mantras helfen also nicht unmittelbar bei der Selbstfindung, sondern bringen mehr Fokus und Klarheit. Dadurch hast du im Alltag mehr Kraft und Energie, um dich mit dir selbst auseinanderzusetzen.

Meine Lieblingsmantren lauten:

  • „Mögen alle Wesen glücklich sein”
  • „Ich bin genug”
  • “Ich erschaffe ein Leben, auf das ich stolz sein kann”
  • Ich vergebe und verzeihe mir”.

Vielleicht möchtest du eines davon auch selbst ausprobieren und dir zur Gewohnheit machen, es jeden Tag nach dem Aufstehen laut auszusprechen.

Coaching

Coaching ist eine Form der persönlichen Beratung. Dabei unterscheidet sich ein Coaching vor allem darin, auf welchen Lebensbereich sich die Beratung bezieht. 

Mögliche Bereiche sind:

  • Karriere
  • Unternehmertum
  • Gesundheit
  • Persönliche Herausforderungen im Privatleben
  • Beziehungen

Meistens ist ein Coaching ein integrativer Ansatz: Das bedeutet, dass der:die Coach:in mehrere Methoden individuell – in Absprache mit dem oder der Klient:in – anwendet.

Bei der Auswahl deines:r Coaches:ins solltest du darauf achten, dass du eine vertrauensvolle Beziehungsebene spürst. Wenn der Raum gegeben ist, dass du dich öffnen kannst und willst, wird dein Coaching erfolgreich verlaufen. Dabei liegt der Fokus auf der Lösung einer Krisensituation.

Es gibt keine Anleitung fürs Glücklichsein – Glück lässt sich nicht am Reißbrett planen. Die gute Nachricht ist allerdings: Wir können an uns arbeiten und unser Leben als glücklichen Ort gestalten.

Wenn du du das Gefühl hast, dass du auf der Reise zu dir selbst alleine nicht mehr weiterkommst, kannst du dich für ein Coaching mit mir bewerben. Als Systemischer Therapeut i.A. durfte ich bereits 800 Menschen in ein Leben in Ruhe und Klarheit begleiten.

Entdecke hier mein 12-wöchiges Coaching-Programm und lebe die wundervollste Version deiner selbst: Heartset Journey entdecken (und Kund:innen-Stimmen lesen).

Therapie

Auch die herkömmliche Psychotherapie unterstützt dich darin, dich selbst besser zu verstehen und die Herausforderungen deines Lebens zu bewältigen.

Dies gelingt dann, wenn du wieder mehr in Kontakt mit dir selbst kommst. Du arbeitest mit dem Therapeuten zusammen deine Bedürfnisse heraus.

Es gibt vier Hauptströmungen in der Psychotherapie:

  • Verhaltenstherapie
  • Psychodynamische Therapie
  • Systemische Therapie
  • Humanistische Therapie

Der Unterschied zum Coaching besteht unter anderem darin, dass Psychotherapie problemorientiert ist. Die Ursachen für die Symptome werden erarbeitet und gelten als Ansatzpunkt für die Behandlung.

Das variiert allerdings von Therapieform zu Therapieform.

Minikurse und Challenges

Auf meinem Blog findest du Minikurse & Challenges, die dich wieder in deine Kraft bringen. Minikurse, Arbeitsbücher und Challenges sind ein sinnvoller Startpunkt, um direkt ins Tun zu kommen.

Zu viele Menschen verharren in der Theorie und wissen eigentlich, was das Problem ist – gehen dieses aber praktisch nie an. 

Fange noch heute an, mehr Verbindung zu dir selbst aufzubauen:

Indem du eine Challenge mit dir selbst eingehst, übernimmst du Verantwortung für dich. Du etablierst eine neue Gewohnheit in deinem Alltag. Du möchtest etwas verändern und packst es proaktiv an.

Wenn du die Challenge erfolgreich beendest, wird sich das positiv auf dein Selbstwertgefühl und dein Selbstbild auswirken. 

Du wirst in Zukunft mehr Vertrauen in dich selbst haben. Du erlebst am eigenen “Leib”, welche Macht und welchen Einfluss du auf dein eigenes Leben hast. Du wirst zur oder zum Schöpfer:in deines Lebens.

Kloster

Deine Selbstfindungsreise kann dich an spannende Orte führen. Dabei steht bei der Wahl des Ortes folgende Frage im Vordergrund: Wo sind die Umgebungsbedingungen möglichst günstig, dass du dir selbst begegnen kannst?

Ein Klosteraufenthalt bietet dir die Möglichkeit, eine Zeit mit wenig Ablenkung und der Besinnung aufs Wesentliche zu verbringen. Dabei bist das “Wesentliche” du selbst.

Eine Zeit ohne Ablenkung heißt auch, dass du dein Handy, dein Laptop und deine Bücher inklusive deinem Tagebuch an der Rezeption abgibst. 

Doch keine Sorge: Es wird nicht langweilig. In vielen Klöstern beginnt der Tag vor Sonnenaufgang mit einer Morgenmeditation (oder einem Gebet). Nach dem Frühstück schließt sich die nächste Meditation an.

Im Laufe des Tages wirst du die Möglichkeit haben, Gartenarbeit oder Ähnliches zu verrichten. Du gliederst dich als sinnvolles Teil in das Klosterleben in der Gemeinschaft ein.

Du wirst feststellen, dass die Einfachheit des Klosterlebens zutiefst heilend sein kann. In der Abwendung vom alltäglichen Konsum findest du im Kloster inneren Frieden und Ruhe.

Das Verlangen nach Ablenkung wird schwächer. Du wirst dir selbst genug sein. Du lernst in der Stille, den Raum in deinem Herzen zu betreten und dich dort “all-eins” und vollkommen zu fühlen.

Zu diesem Raum kannst du jederzeit in deinem Alltag zurückkehren.

Yoga

Yoga ist ein ganzheitlicher Ansatz, um Körper, Geist und Seele in ein Gleichgewicht zu bringen. Dazu kommen geistige und körperliche Übungen wie Entspannungsübungen, Atemübungen und Meditation zum Einsatz.

Je mehr du dich selbst findest, desto ganzheitlicher lebst du. Du bist integer. Deine Entscheidungen triffst du in Einklang sowohl mit deinem Körper als auch mit deinem Geist und deiner Seele. 

Die Freundlichkeit dir selbst gegenüber ist im Yoga eine wichtige Haltung. Diese trägt maßgeblich dazu bei, dass deine Yoga-Praxis dich näher zu dir selbst bringt.

Wie finde ich mich nach einer Trennung selbst?

Nach einer Trennung fühlen sich viele Menschen zunächst verloren, unvollständig – als würde ein Teil von ihnen fehlen. Insbesondere, wenn wir nicht im Einklang mit uns selbst sind, fällt loslassen lernen sehr schwer.

Ein Redewendung drückt es so aus:  “Es fühlt sich so an, als hätte ich den Boden unter den Füßen verloren.”

Was ist der “feste Boden” unter den Füßen? Das ist der Teil unserer Identität als Partner:in. Von einem auf den anderen Tag bin ich nicht mehr der oder die Freund:in von XY. 

Ich muss mich also erst wieder neu finden. Somit birgt jede Trennung eine Chance zur Selbstfindung. Du kannst über die Trennung hinwegkommen, während du die schmerzhaften Erfahrungen loslässt und die wertvollen Erfahrungen für dich mitnimmst.

Die entstandene Leere ist oftmals schwer auszuhalten, gleichzeitig aber fruchtbarer Boden für etwas Neues. Diese Haltung ist wichtig, um nach einer Trennung deinen persönlichen Lebensweg selbstbestimmt weiter zu gehen.

Du darfst dich nach einer Trennung fragen:

  • Wer bin ich? 
  • Wie will ich die Leere füllen? 
  • Welche meiner persönlichen Qualitäten möchte ich ausbauen? 
  • Was macht mir Spaß?
  • Welche Leidenschaften möchte ich leben?
  • Was bedeutet Selbstverwirklichung für mich?
  • Welche Freundschaften möchte ich vertiefen?
  • Was kann ich jetzt endlich tun, was ich in meiner Partnerschaft nicht leben konnte?

Wenn du dir diese Fragen bewusst stellst und für dich beantwortest, wirst du wieder mehr zu dir selbst gelangen. Notiere deine Antworten in einem Tagebuch und tausche dich mit Freund:innen darüber aus.

Höre gerne in meine Podcastfolge zum Thema “Wie du aus Trennungen größer hervorgehst und Selbstvertrauen aufbaust” hinein:

Oder Folge jetzt herunterladen

Selbstfindung: Die schönsten Zitate und Sprüche 

Ich habe für dich die schönsten Zitate und Sprüche rund um das Thema Selbstfindung zusammengetragen. Lass dich inspirieren.

Folge den Gedanken bekannter Autoren auf eine Reise in das Land der Selbstfindung.

“Als ich begann mich selbst zu lieben, erkannte ich, dass Schmerz und emotionales Leid nur Warnzeichen dafür sind, dass ich dabei war gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das ist Authentizität.”

– Charlie Chaplin

„Einige von uns haben den Verstand verloren, aber die meisten von uns haben ihren Körper verloren.“

– Ken Wilber

„Weshalb sollten wir nicht versuchen, einem anderen Ganzen zu begegnen, statt immer auf der Suche nach der besseren Hälfte zu sein?“

– Jorge Bucay

“Nichts außerhalb von dir, kann dir das geben wonach du suchst.”

– Byron Katie

“Oft habe auch ich mich gefragt, weshalb wohl die Angst die Nacht regiert. Nach zwanzig Jahren des Nachdenkens bin ich zu dem Schluss gelangt, dass die Angst nicht aus der Dunkelheit geboren wird, sondern eher den Sternen gleicht – stets unverrückbar da, nur unsichtbar im grellen Licht des Tages.”

– Irvin D. Yalom

“Jeder würde sein eigenes Leben gleich viel schöner finden, wenn er aufhörte, es mit dem Leben der Leute von nebenan zu vergleichen. “

– Henry Fonda

“Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten.”

– Wilhelm Busch

“Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.”

– Ödön von Horvath

“Die Schönheit des Sonnenuntergangs begreift man nicht, solange man die Sonne und die Wolken, den Himmel und den Horizont begutachtet. Denn Schönheit ist kein ‚Ding‘, sondern eine besondere Weise des Sehens.”

– Anthony de Mello

“Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.”

– Antoine de Saint-Exupery

“Sei du selbst. Alle anderen gibt es bereits.”

– Oscar Wilde

“Authentisch sein bedeutet, der eigenen Seele ein Gesicht zu geben.”

– Unbekannt

Fazit

Wenn du dich selbst findest, wird sich ein Gefühl von “zu Hause” einstellen. Du entwickelst ein (Ur-)Vertrauen in deine Intuition. Du hast nicht mehr das Gefühl, dass du es anderen recht machen musst. Du weißt, was dir guttut – und was nicht!

Außerdem wirst du ein klares Bild davon entwickeln, wer du bist und welche Werte dir wichtig sind. Damit entsteht aus dem Prozess der Selbstfindung ein Prozess der Selbstverwirklichung. Du schöpfst dein volles Potenzial aus. Du lebst die beste Version deiner selbst 100 Prozent authentisch.

Zu viele Menschen verharren in der Theorie und kommen nicht in die Umsetzung, um wirklich etwas zu bewegen. Meine Tipps, Minikurse und Challenges weiter oben im Beitrag helfen dir, noch heute die Reise zu dir selbst anzutreten – worauf wartest du?

<a href="https://chrisbloom.de/author/chris/" target="_self">Chris Bloom</a>

Chris Bloom

Ich bin Chris Bloom – Systemischer Therapeut i.A., Gesundheitsökonom (M. Sc.), Autor, Podcaster, Speaker und Coach. Unsere Gedanken und die richtige innere Haltung empowern uns, unser Leben nach unseren Wünschen zu kreieren. Das Fundament hierfür bilden die drei Säulen: Selbstvertrauen, Selbstliebe und Selbstkenntnis. Diese sind für uns individuell erlernbar – wie das Einmaleins in der Schule. Ich helfe dir dabei, dieses Fundament zu schaffen – damit du das Leben leben kannst, das du dir wünscht. Infos zu meiner Vita und Vision: Wer ist Chris Bloom?

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