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Welcher Beziehungstyp bin ich? Diese 4 Bindungstypen musst du kennen (mit Selbsttest)

von | Stand: 6. Sep 2021 | Veröffentlicht: 30. Okt 2020

Du fragst dich, welcher Beziehungstyp du bist und welche Art von Liebe du dementsprechend benötigst? Lerne in diesem Beitrag die 4 Bindungstypen kennen und mache am Ende den individuellen Selbsttest.

Auf einen Blick

  • Der Einfachheit halber verwende ich die Begriffe Bindungstyp und Beziehungstyp in diesem Beitrag weitestgehend synonym.
  • Mache am Ende des Beitrags den Selbsttest “Welcher Beziehungstyp bin ich?” und finde heraus, welchem Typ du entsprichst.
  • Es gibt den sicheren, den unsicher-vermeidenden, den unsicher-ambivalenten und den desorientierten Bindungstyp.
  • Bitte wundere dich nicht, wenn manchmal von nur 3 statt 4 Bindungstypen die Rede ist. Der 4. Typ wurde erst später zu dem Konzept hinzugefügt. Ursprünglich gab es nur 3 Bindungstypen.
  • Wenn du deinen Beziehungstyp kennst, kannst du deine Verhaltensmuster reflektieren und ihnen aktiv entgegenwirken.
  • Die frühe Beziehung zu deinen Eltern entscheidet mit darüber, welcher Beziehungstyp du heute bist.
  • Verlustängstliche Menschen befinden sich oft in der Beziehung mit einem bindungsängstlichen Partner – und wiederholen damit das Kindheitstrauma.

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Die Beziehung zu unseren Eltern prägt unser späteres Beziehungsverhalten im Erwachsenenalter. Welcher Beziehungstyp du bist, hängt auch davon ab, wie sicher und wohl du dich als Kind in der Gegenwart deiner engsten Bezugspersonen gefühlt hast. Deshalb hat dein Bindungstyp einen sehr großen Einfluss darauf, welcher Beziehungstyp du bist.

Erkennst du dich in einem der Bindungstypen auf der unteren Grafik wieder? Mit dem kostenlosen, individuellen Beziehungstyp-Test ganz am Ende des Beitrags findest du innerhalb von circa 7 Minuten heraus, welcher Bindungs- beziehungsweise Beziehungstyp du bist. Dieses Wissen wird dir ungemein dabei helfen, glückliche Beziehungen zu führen.

Beziehungstypen

Die Psychologie sagt: Haben wir Glück, so durften wir in unserem Elternhaus gesunde Kommunikationsformen lernen sowie gemeinsame Werte entwickeln. Im gesunden Entwicklungsverlauf haben wir gelernt, anderen Menschen zu vertrauen. Wir durften so sein, wie wir sind – und uns auf die Unterstützung anderer Menschen verlassen

Auch deine Beziehunghistorie und das Verhalten deines aktuellen Partners sagt viel darüber aus, wie sicher und angenehm du zwischenmenschliche Beziehungen empfindest. Neuere Studien besagen, dass Verlässlichkeit, gemeinsame Werte und ein Gefühl der Geborgenheit eine sichere Bindung fördert.

Natürlich gibt es darüber hinaus auch individuelle Vorstellungen von der perfekten Beziehung. Deshalb solltest du nicht nur deinen Beziehungstyp kennen, sondern für dich die Frage beantworten: Was macht eine gute Beziehung aus?

Wenn du noch mehr zum Thema Beziehungstypen erfahren möchtest, höre dir unbedingt meine Podcast-Folge an:

Oder Folge hier herunterladen

Wer entscheidet, welcher Beziehungstyp ich bin?

Bedauerlicherweise hatte nicht jeder von uns das Glück, in einem harmonischen Haushalt aufzuwachsen. Darüber hinaus sind viele von uns im jungen Erwachsenenalter an ungesunde Partner geraten, die normale Bedürfnisse wie Nähe, Intimität, Geborgenheit und Zuneigung nicht erfüllen konnten.

Lies dazu auch unbedingt meinen Beitrag Toxische Beziehungen erkennen (mit Selbsttest), um ungesunde Beziehungen schneller wieder verlassen zu können.

Eventuell verliebst du dich auch immer in Menschen, die keine Beziehung wollen, vergeben sind, eine sehr negative Einstellung habenoder sich von dir distanzieren, sobald du ihnen deine Zuneigung zeigst.

Diese negativen Erfahrungen wirken sich darauf aus, welcher Beziehungstyp du heute bist – und deine negativen Glaubenssätze verfestigen sich mit jeder weiteren negativen Erfahrung, die du machst.

Coachings, Ratgeber oder das in Anspruch nehmen eines Therapeuten oder einer Therapeutin helfen dir, den Glauben an ein liebevolles und wertschätzendes Zusammensein nicht zu verlieren.

Mit dieser Hilfe kannst du deine Glaubenssätze – und damit deinen Beziehungstyp – “nachträglich” zum positiven verändern. Ein wichtiger Fokus liegt hierbei darauf, Selbstliebe zu lernen – denn eine gute Beziehung zu dir selbst ist das Fundament, auf dem die Liebe zu anderen Menschen gebaut ist.

Tipp zum Weiterlesen: Glaubenssätze auflösen

Das Gute ist: Wenn du weißt, welcher Beziehungstyp du bist, kannst du deine Verhaltensmuster durchschauen und bewusst gegen ungesunde Tendenzen vorgehen. Du hast es selbst in der Hand, die Frage „bin ich beziehungsfähig?“ mit einem “Ja!” zu beantworten.

Wenn du an dir und deiner Beziehungsfähigkeit arbeitest, wirst du emotionale Achterbahnfahrten nicht mehr mit Liebe und Leidenschaft verwechseln.

Viel eher wirst du unaufgeregte, ruhige und erholsame Beziehungen zu schätzen lernen. Du erkennst, dass genau hier wahre und tiefe Liebe zwischen zwei Menschen entsteht.

Nachfolgend möchte ich dir unterschiedliche Beziehungstypen vorstellen. Vielleicht erkennst du dich und dein Bindungsverhalten in einem dieser Typen wieder. Mach am Ende dieses Beitrags auch unbedingt den Test, der dir deinen eigenen Beziehungstyp verrät.

Die 4 unterschiedlichen Bindungstypen

In diesem Kapitel stelle ich dir 4 Beziehungstypen vor. Bitte wundere dich nicht: Im Video spreche ich von 3 unterschiedlichen Typen. Das liegt daran, dass es den 4. Typ noch nicht so lange gibt. Der 4. Typ wurde in der Psychologie erst später ergänzt – deshalb taucht er nicht immer auf.

Wundere dich nicht: In diesem Video spreche ich von 3 Beziehungstypen. Das liegt daran, dass die Theorie der Beziehungstypen erst später um den 4. Typ (den ich unten im Beitrag erläutere) ergänzt wurde.

Wie wächst ein Kind zu einem gesunden, ausgeglichenen und selbstsicheren Menschen heran? Mit genau dieser Frage beschäftigte sich John Bowlby, Begründer der Bindungstheorie.

Er geht vom “kompetenzmotivierten Kleinkind” aus – dieses nutzt seine engste Bezugsperson als sichere Basis, um von ihr aus die Welt zu erkunden.

Wird keine sichere Bindung zwischen Kleinkind und Bezugsperson aufgebaut, kann sich dies im Erwachsenenalter in Eifersucht, Angst, Wut, Kummer oder Niedergeschlagenheit manifestieren. So wird die Erfahrung im Kindesalter zu einer möglichen, lebenslangen Belastung.

Bowlbys Mitarbeiterin, Mary Ainsworth, führte den sogenannte “Fremde-Situation”-Test durch. In der Psychologie gilt dieser Test als Fundament der Beziehungstypen. Bei dem Test beobachtete sie die Reaktionen des Kindes, wenn dieses von seiner Bezugsperson getrennt und nach kurzer Zeit mit dieser wieder vereinigt wird.

Die Reaktionen des Kindes im Test geben Aufschluss darüber, welcher Beziehungstyp sich später herausbildet.

So sieht der Test aus: In Begleitung eines Elternteils wird das Kind in ein Spielzimmer des Labors gesetzt. Nachdem der Versuchsleiter das Kind und die Eltern mit dem Raum vertraut gemacht hat, wird das Kind zweimal vom Elternteil getrennt und wieder mit ihm zusammengeführt. Zweimal kommt es auch zu Interaktionen mit einer Fremden. Einmal, wenn das Kind allein im Raum ist und ein anderes Mal in Anwesenheit seiner Mutter oder seines Vaters.

Ainsworth entdeckte mithilfe des Fremde-Situation-Tests drei unterscheidbare Beziehungstypen (ein vierter Typ wurde später ergänzt), die auf die Qualität oder Sicherheit der jeweiligen Bindung schließen lässt. Dieses Bindungsmuster ist stabil und erstreckt sich bis ins Erwachsenenalter – es beantwortet die Frage, welcher Beziehungstyp du heute bist.

Bitte beachte: Ich stelle dir im Folgenden die vier unterschiedlichen Idealtypen vor. In der Realität gibt es natürlich nicht immer einen einfachen, kausalen Zusammenhang – die Beziehungstypen stellen eine extrem hilfreiche Annäherung dar. Dass das Verhalten der Eltern einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes hat, ist unter Psychologen und in der Wissenschaft unbestritten.

Typ I: Sichere Bindung

Sicher gebundene Erwachsene haben eine große Zuversicht in die körperliche und emotionale Verfügbarkeit anderer Personen. Ihre Eltern waren in der Lage, ihnen als Kind ihre physischen und emotionalen Bedürfnisse zu spiegeln.

Eltern, die ihre Kinder gut spiegeln, nehmen die Signale ihres Kindes sofort wahr. Sie interpretieren diese richtig und reagieren schnell und angemessen darauf. Diese Eltern geben bedingungslose Liebe und setzen gesunde Grenzen. Das Kind muss deshalb nur wenig Frustration aushalten und verinnerlicht den Glaubenssatz “Ich bin gut, so wie ich bin”.

Das Kind findet in seinen Eltern einen sicheren Hafen, von dem aus es freudig die Welt erkunden darf.

Bei Trennungen reagieren Menschen des sicher gebundenen Beziehungstyps auch mit Trauer, Wut oder Bedauern. Da sie aber mit ihrem guten und positiven Anteil stark verbunden sind, vertrauen sie darauf, auch alleine gut zurechtzukommen.

Nach einer angemessenen Trauerphase fühlen sie eine Sicherheit und Gewissheit in sich, einen Partner zu finden, der besser zu ihnen passt.

Tipp zum Weiterlesen: Phasen der Trennung

Welcher Beziehungstyp du bist, hängt also maßgeblich davon ab, wie gut deine Eltern auf dich und deine individuellen Bedürfnisse als Kind eingehen konnten. Sind Eltern selbst emotional stabil und mit sich und ihren Gefühlen verbunden, können sie das an ihr Kind weitergeben – es entsteht ein sicherer Beziehungstyp.

Sehen sich Eltern nicht in der Lage, die Gefühle und Bedürfnisse ihrer Kinder angemessen zu spiegeln, ist eine gesunde Entwicklung unwahrscheinlicher.

Im ungünstigsten Fall entwickeln sich emotional oder körperlich vernachlässigte Kinder zu Narzissten oder zu co-abhängigen Menschen. Welche Auswirkungen das beispielsweise in einer Partnerschaft haben kann, ist in dem Beitrag Beziehung mit einem Narzissten näher beschrieben.

Typ II: Unsicher-vermeidende Bindung

Menschen, die dem unsicher-vermeidenden Beziehungstyp angehören, wirken anderen Menschen gegenüber oft gleichgültig und desinteressiert. Ein typisches Phänomen von Bindungsangst.

Bei Streits, Unstimmigkeiten oder Trennungen wirkt es so, als ob ihnen die aktuelle Situation vollkommen egal sei. Sie treffen sich mit Freunden, wirken gelöst und glücklich und es scheint, als ob nie etwas Negatives vorgefallen wäre.

Im “Fremde-Situation-Test” konnte allerdings ein erhöhter Cortisol-Spiegel festgestellt werden. Ein erhöhter Cortisolspiegel deutet auf erhöhten Stress hin – auch der Herzschlag beschleunigte sich.

Wie die Kinder in der Studie auch, ignorieren unsicher-vermeidende Menschen die Personen, zu der sie eine starke Bindung fühlen und wenden sich lieber Personen zu, die ihnen weitgehend fremd sind.

Unsicher-vermeidende Beziehungstypen fehlt das Vertrauen bezüglich der Verfügbarkeit anderer Personen. Sie entwickeln den Glaubenssatz, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse prinzipiell auf Ablehnung stoßen.

Sie denken zudem, keinen Anspruch auf echte Liebe, Respekt, Wertschätzung und Unterstützung zu haben. Menschen, die dieses Verhalten zeigen, wurden als Kind oft zurückgewiesen. Heute begleitet sie die Angst, von nahestehenden Personen in wichtigen Situationen fallen gelassen zu werden.

Den einzigen Ausweg aus dieser belastenden und bedrohlichen Situation sehen sie darin, Beziehungen grundsätzlich zu vermeiden. Alternativ finden sie sich oftmals in On-Off-Beziehungen wieder.

Besonders interessant: Im Gegensatz zu anderen westlichen Ländern, sind in Deutschland viele Erwachsene positiv beeindruckt, wenn ihre Kinder auf ihr Verschwinden gleichgültig reagieren. Das gleichgültige Verhalten des Kindes wird fatalerweise als “unabhängig” wahrgenommen, gefördert und belohnt. 

Ignorierst du Menschen bei Konflikten, gehörst du womöglich zu den unsicher-vermeidenden Beziehungstypen. Mache gerne meinen Test zu Beziehungstypen am Ende des Artikels. Hier findest du heraus, wie sicher du dich in Beziehungen fühlst.

Typ III: Unsicher-ambivalente Bindung

Menschen, die dem unsicher-ambivalenten Beziehungstyp angehören, fühlen sich bezüglich ihres Partners ängstlich und abhängig. Ein Zeichen von Verlustangst. Die Abwesenheit des Partners wird für den unsicher-ambivalenten Beziehungstyp als extrem belastend wahrgenommen.

Das Stresslevel steigt bereits dann stark an, wenn der Partner plant, bald zu gehen. Die Vorstellung, auf sich alleine gestellt zu sein und nicht zu wissen, was der Partner ohne sie macht, scheint unerträglich. Menschen des unsicher-ambivalenten Typs haben Probleme, Alleinsein und Einsamkeit zu unterscheiden.

Wie abhängig du von deinem Partner bist, bestimmt, welcher Beziehungstyp du bist. Hast du Schwierigkeiten dabei, ohne deinen Partner glücklich zu sein, gehörst du dem unsicher-ambivalenten Beziehungstyp an.

Das Verhalten der Eltern unsicher-ambivalenter Erwachsener war unzuverlässig, wenig nachvollziehbar und vor allem unvorhersehbar. Der ständige Wechsel aus Feinfühligkeit und abweisendem Verhalten führt zu einer permanenten Aktivierung des Bindungssystems. 

Unsicher-ambivalenten Erwachsenen fällt es deshalb schwer, einzuschätzen, wie sich andere Menschen in gewissen Situationen verhalten oder darauf reagieren. Sie sind permanent damit beschäftigt herauszufinden, was andere Menschen wollen – um sich ihnen anzupassen.

Menschen mit diesem Bindungsstil sind wenig neugierig auf ihr eigenes Leben. Sie erkunden das Leben nicht auf eigene Faust und stellen ihre Bedürfnisse hinter die anderer Menschen. Menschen dieses Beziehungstyps fällt es schwer, eine Trennung zu akzeptieren und nach vorne zu schauen. Sie haben nie gelernt, loszulassen. Sie entwickeln häufig in starken Liebeskummer.

Da die Bindungsperson ihrer Kindheit nicht verfügbar war, entwickelte sich der Glaubenssatz, nicht gut genug zu sein – egal, was sie machen.

Typ IV: Desorganisierte Bindung

Die desorganisierte Bindung wurde erst später zu den Beziehungstypen hinzugefügt. Bevor die desorganisierte Bindung in der Wissenschaft ihren Platz fand, bezeichnete man Menschen mit diesem Verhaltensmuster als sicher oder unsicher-vermeidend.

Mary Main, Judith Solomon und T. Berry Brazelton führten die Bezeichnung der desorganisierten Bindung ein. Im Fremde-Situation-Test zeigten Kinder dieses Bindungsstils unerwartete und nicht zuzuordnende Verhaltensweisen. Wenn ihre Eltern den Raum nach der Trennung wieder betraten, zeigten die Kinder ein unsicher-vermeidendes und unsicher-widersetzendes Verhalten

Selbst wenn die Kinder aufgrund der Trennung zu schreien anfingen, entfernten sie sich bei der Wiedervereinigung von ihren Eltern – einige reagierten auch wie gelähmt. In manchen Fällen drehten sie sich im Kreis oder ließen sich zu Boden fallen.

Desorganisierte Kinder haben häufig einen verängstigten Gesichtsausdruck. Sie ziehen die Schultern hoch oder frieren beim Anblick ihrer Bezugsperson ein. 

Menschen, die dem desorganisierten Beziehungstyp angehören, konnten als Kind keine einheitliche Bindungsstrategie entwickeln. Der Partner löst sowohl Bindungsverhalten aus, stellt gleichzeitig aber auch eine Bedrohung dar, die es zu vermeiden gilt. 

Der desorganisierte Bindungsstil entwickelt sich auch dann, wenn Eltern selbst unter traumatischen Erfahrungen leiden. Wenn Kinder den verängstigten Gesichtsausdruck ihrer Eltern wahrnehmen, aktiviert sich ihr Bindungssystem – sie haben das unterbewusste Bedürfnis, ihre verängstigten Eltern zu “retten”.

Augrund der Psychotraumata der Eltern wird das Kind nicht altersgerecht versorgt. Es entwickelt den Glaubenssatz, dass die Welt ein bedrohlicher Ort ist – die Abscheulichkeit der Welt spiegelt sich im Gesichtsausdruck der Eltern wider.

Alle Typen haben gemein: Welcher Beziehungstyp du bist, hängt wesentlich von der emotionalen, mentalen und psychischen Gesundheit deiner Eltern ab.

Warum hilft es, den eigenen Beziehungstyp zu kennen?

Lässt du dich immer wieder auf Partner ein, mit denen eine Beziehung schwierig bis unmöglich ist? Dann lohnt es sich, herauszufinden, welcher Beziehungstyp du bist und wer zu dir passt. Wenn du deine Verhaltensmuster kennst, kannst du sie verändern. Kurz gesagt: Es hilft dir dabei, den richtigen Partner zu finden – vielleicht sogar den Soulmate.

Auch wenn die Beziehungstypen nicht geschlechtsspezifisch sind, sehe ich als Coach immer wieder das Muster, dass verlustängstliche Frauen an bindungsängstliche Männer geraten. 

Verlustängstliche Frauen wurden als Kind von einem oder beiden Elternteilen emotional oder körperlich verlassen. Heute wiederholen sie dieses schmerzhafte Muster ihrer Kindheit, indem sie sich nicht verfügbare Partner suchen. Hinter diesem Verhaltensmuster verbirgt sich eine destruktive Form der Selbstsabotage.

Es ist ein typisches Verhaltensmuster, dass Frauen mit Verlustangst versuchen, ihren bindungsängstlichen Partner durch noch mehr Nähe an sich zu binden. Leider geschieht das genaue Gegenteil: Je mehr Nähe die verlustängstliche Frau einfordert, desto mehr distanziert sich ihr bindungsängstlicher Partner.

Die Lösung: Entwickeln beide Partner ein Bewusstsein über ihre ungesunden Bindungsmuster, können sie gemeinsam als Team dem negativen Kreislauf entkommen.

Und das funktioniert beispielsweise so: Sie lässt dem Mann mehr Freiraum, selbst wenn sie gerade das Bedürfnis nach Nähe spürt. Er gibt ihr mehr Nähe, selbst wenn er gerade den Drang nach mehr Freiheit spürt. Beide Partner gehen den halben Weg aufeinander zu – und finden sich in Liebe, Wertschätzung und Respekt wieder.

Die gute Nachricht ist: Welcher Beziehungstyp du bist, bestimmt nicht dein ganzes Leben. Wenn du und dein Partner die Muster erkennen und ihr diese gemeinsam durchbrecht, ist eine liebevolle und glückliche Partnerschaft möglich. Dazu gehört auch, den Kommunikations-Modus des Partners oder der Partnerin zu kennen – und zu verstehen. Menschen wählen unterschiedliche Wege, um Zuneigung und Liebe zu transportieren. Sehr eindrucksvoll zeigt dies beispielsweise das Konzept der 5 Sprachen der Liebe.

Test: „Welcher Beziehungstyp bin ich?“

Hier habe ich einen kostenfreien, ausführlichen und individuellen Test für dich, mit dem du herausfindest, welcher Beziehungstyp du bist. Die Testdauer beträgt ungefähr 7 Minuten. Lerne deinen Beziehungstypen beziehungsweise Bindungstypen kennen, um glücklichere Beziehungen zu führen und den richtigen oder die richtige Partner:in zu finden.

Befindest du dich aktuell in einer Partnerschaft, dann macht den Test am besten gemeinsam – aber unabhängig voneinander. Am Ende könnt ihr eure Ergebnisse miteinander vergleichen.

Bitte hinterlasse hier deinen Vornamen und deine E-Mail-Adresse, damit ich dir den Test und anschließend das Testergebnis zukommen lassen kann.

Häufige Fragen

Woher weiß ich, welcher Beziehungstyp ich bin?

Erfahrungen in der Kindheit und im jungen Erwachsenenalter wirken sich darauf aus, welcher Beziehungstyp du bist. Um herauszufinden, welcher Beziehungstyp du bist, solltest du deshalb deine Erfahrungen und Erlebnisse analysieren – dieser Selbsttest hilft dir dabei!

Welche Bindungstypen gibt es?

Es gibt den sicheren, den unsicher-vermeidenden, den unsicher-ambivalenten und den desorientierten Beziehungstyp.

Kann ich meinen Beziehungstyp ändern?

Du kannst deinen Beziehungstypen nicht ändern. Wenn du allerdings weißt, welcher Beziehungstyp du bist, kannst du deine Verhaltensmuster durchschauen und bewusst gegen ungesunde Tendenzen vorgehen.

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Chris Bloom

Ich bin Chris Bloom – Systemischer Therapeut i.A., Gesundheitsökonom (M. Sc.), Autor, Podcaster, Speaker und Coach. Unsere Gedanken und die richtige innere Haltung empowern uns, unser Leben nach unseren Wünschen zu kreieren. Das Fundament hierfür bilden die drei Säulen: Selbstvertrauen, Selbstliebe und Selbstkenntnis. Diese sind für uns individuell erlernbar – wie das Einmaleins in der Schule. Ich helfe dir dabei, dieses Fundament zu schaffen – damit du das Leben leben kannst, das du dir wünscht. Infos zu meiner Vita und Vision: Wer ist Chris Bloom?

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