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Loslassen lernen: Wie du „Loslassen“ zu deiner Superkraft machst

von | Stand: 12. Mrz 2022 | Veröffentlicht: 16. Okt 2020

Du möchtest endlich lernen, loszulassen? In diesem Beitrag findest du praxiserprobte Übungen, Tipps und einen kostenfreien Minikurs.

30-Sekunden Zusammenfassung

  • Loslassen lernen bedeutet, anzunehmen was ist und den Fokus auf dich und dein Leben zu richten.
  • Loslassen kann man lernen: Im Beitrag findest du wirkungsvolle Strategien, um Altes loszulassen.
  • Wenn du loslassen kannst, linderst du emotionale Schmerzen, die durch krampfhaftes Festklammern (zum Beispiel an einer Beziehung) entstehen.
  • Wenn du Altes loslässt, befreist du dich von emotionalem Ballast – loslassen zu lernen, schafft deshalb platz für Neues in deinem Leben.

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Was bedeutet “Loslassen lernen”?

“Manchmal muss man loslassen, was man liebt.” 

Dieser Spruch klingt vielleicht erst einmal paradox. Loslassen, was man liebt? Dabei sind wir Menschen doch so konditioniert, gerade am Wertvollen und Geliebten noch mehr festzuhalten – und es wie einen Schatz zu hüten.

Manche Menschen befinden sich in toxischen Beziehungen oder On-Off-Beziehungen, die sie nicht erfüllen. Andere wünschen sich das Gefühl der “frischen Verliebtheit” aus der Kennenlernphase zurück. Und sehr viele Menschen müssen gerade eine Trennung verarbeiten, die leider zu Ende gegangen ist.

Die große Gemeinsamkeit: All diese Menschen müssen lernen, loszulassen. Immer wieder werden wir im Leben mit der Herausforderung konfrontiert, loslassen zu können. Das gilt vor allem für Beziehungen zu anderen Menschen, die zu Ende gehen. Loslassen lernen ist deshalb vielleicht die wichtigste Superkraft überhaupt – es hilft uns dabei, auf Kurs zu bleiben und die Orientierung zu behalten.

In diesem Beitrag möchte ich dir die positiven Seiten des Loslassens näher bringen und dich Schritt für Schritt anleiten, wie du Loslassen lernen kannst.

Wenn du loslässt, akzeptierst du Veränderung in deinem Leben. Diese Veränderung kann ganz unterschiedlich sein:

  • Loslassen von einer Wunschvorstellung oder Erwartung
  • Loslassen als Befreiung aus einer schädlichen Situation
  • Loslassen von der Vergangenheit (zum Beispiel einer verflossenen Liebe)


Stelle dir einmal folgende Situation vor: In deiner Hand hältst du ein Seil fest. Am anderen Ende des Seils ist etwas für dich sehr Wertvolles befestigt. Du möchtest das Seil deshalb unter keinen Umständen loslassen.

Nun zieht jemand oder etwas an der anderen Seite des Seils – du musst das Seil immer stärker festhalten, damit es dir nicht entrissen wird. Die Spannung auf dem Seil wird immer größer und deine Hand beginnt langsam, zu schmerzen.

Das Seil spannt sich immer mehr, die Schmerzen in deiner Hand werden immer größer. Möglicherweise musst du das Seil und den damit verbundenen Wert jetzt loslassen, wenn der Schmerz zu stark wird. Denn: Wenn Festhalten schmerzt, müssen wir lernen, loszulassen.


Mein Versprechen an dich ist: Eine Beziehung loslassen zu müssen, bedeutet nicht das Ende der Welt. Oft ist es sogar der Anfang von etwas sehr Schönem und birgt die Chance, noch mehr Lebensglück zu erfahren.

Eine Beziehung retten zu wollen, ist in manchen Fällen sogar kontraproduktiv und erzeugt unter Umständen mehr Leid, als eine Ex-Partnerschaft in Frieden loszulassen und die die Trennung zu akzeptieren.

Loslassen lernen ist somit eng verknüpft mit der Kunst, Gelassenheit zu lernen.

Loslassen von einer Wunschvorstellung

Wenn du enttäuscht, betrogen oder schlecht behandelt wurdest, ist es an der Zeit, die rosarote Brille abzusetzen. Lerne, deine Wunschvorstellungen loszulassen.

Das Klammern an deine Wunschvorstellungen und Erwartungen kostet dich nämlich unendlich viel Energie. Fakt ist: Das Festhalten an Idealvorstellungen verändert die bedrückende Situation leider nicht.

Das heißt natürlich nicht, dass du all deine Ideale aufgeben musst – oder gar sollst. Im Gegenteil: Du kannst entweder lernen, deine Wunschvorstellungen loszulassen oder den Menschen, Job oder die Situation loslassen, die deine Idealvorstellungen nicht erfüllen kann.

Wichtig ist nur, dass du nicht in deinem Mangelgefühl verharrst – und gar keine Entscheidung triffst, weil du möglicherweise Angst vor dem Loslassen hast.

Bevor du lernst, deine Wunschvorstellung loszulassen, musst du deshalb den Ist-Zustand akzeptieren. Anschließend kannst du entscheiden, ob du deine Traumvorstellungen loslassen kannst. Manchmal stehen sich Menschen selbst im Weg, weil zu hohe Erwartungen sie unglücklich machen. Sie wollen zu schnell zu viel.

Glücklich zu sein, heißt nicht, dass immer alles perfekt ist. Aber um glücklich zu sein, hilft es ungemein, Altes und Negatives loslassen zu können.

Loslassen als Befreiung von einer Situation

Loslassen kann auch “Befreiung” bedeuten: Das ist dann der Fall, wenn du dich entscheidest, dein Leben wieder mehr nach deinen Bedürfnissen auszurichten.

Das hat meist zur Folge, dass du dich aus einer unbefriedigenden Situation befreist.

Zu diesen Situationen können zum Beispiel gehören:

  • Eine Beziehung, die dir nicht gut tut
  • Ein Job, der dich nicht glücklich macht
  • Eine Freundschaft, die dich belastet, statt dir Kraft zu spenden

Wenn du nach ausgiebiger Abwägung realisiert hast, dass eine Beziehung, eine Freundschaft oder ein Job nicht mehr das Richtige für dich sind – dann ist es an der Zeit, loszulassen.

Das Problem: Wer nicht gelernt hat, loszulassen, verharrt manchmal sehr lange in Situationen, aus denen er oder sie sich eigentlich befreien möchte.

Viele Menschen kennen dieses Gefühl nach dem Ende einer Beziehung. Sie verharren in einem starken Trennungsschmerz und halten weiter an dem Ex-Partner oder der Ex-Partnerin fest – sie möchten die Beziehung mit dem vermeintlichen Soulmate nicht loslassen. Obwohl sie eigentlich wissen, dass die Trennung unumgänglich ist – und besser für beide Seiten.

Der Starke Liebeskummer führt dazu, dass das Loslassen extrem schwer fällt. Die eigene Vernunft und das starke Gefühl liefern sich ein inneres Duell um die Frage: Sollte ich gehen oder bleiben?

Was tun bei Liebeskummer Checkliste

Loslassen lernen heißt deshalb im ersten Schritt: Das Hier & Jetzt genau so anzunehmen, wie es ist. Im zweiten Schritt geht es darum, zu erkennen, dass das Loslassen dich befreit. Das Loslassen ist der Startpunkt, um sich Neuem zuwenden zu können – Situationen und Menschen, die gut für dich sind.

Loslassen von der Vergangenheit

Es ist eine einfache Wahrheit: Du kannst die Zeit nicht zurückdrehen.

Indem du die Erinnerungen immer wieder durchlebst, tust du vor allem eins: Du hältst deinen Schmerz am Leben, statt das Gedankenkarussell zu stoppen.

Um deinen Schmerz zu überwinden, musst du von ihm loslassen. Am Schmerz festzuhalten, wird die Vergangenheit nicht ungeschehen machen. Konzentriere dich auf das Hier und Jetzt und deine Zukunft und höre auf, in der Vergangenheit zu leben.

Vielleicht ist die Vergangenheit und dein Schmerz so ein großer Teil deiner Identität, dass du dich fragst, wer du ohne ihn bist. Vielleicht kennst du dich gar nicht mehr ohne ihn. Dein Glaubenssatz könnte lauten: „Ich bin nichts ohne ihn.“ Dann hilft es ungemein, diese negativen Glaubenssätze aufzulösen.

Damit gibst du einen Teil deiner Identität auf – allerdings nur die negativen Geschichten, die du dir selbst über dich erzählst. Wenn du deine Vergangenheit loslässt, kannst du offen für neue Erfahrungen sein.

Welche Anzeichen gibt es, dass mir Loslassen schwerfällt?

Manchen Menschen fällt es schwerer als anderen, das Loslassen zu lernen. Erkennst du dich in den folgenden Anzeichen wieder? Dann gehörst du womöglich zu den Menschen, denen Loslassen lernen besonders schwer fällt.

  • Angst vor Einsamkeit: Psycholog:innen haben beispielsweise herausgefunden, dass ein mögliches Warnsignal die Angst vor dem Single-Dasein ist. Diese Angst erschwert das Loslassen deutlich. Wichtig: Hinter einer Verlustangst steckt nicht selten die Angst vor Einsamkeit.
  • Beziehungstyp: Außerdem wird es dir je nach Ausprägung deines Beziehungstyps schwerer fallen, loszulassen: Laut Studien fällt es dem sogenannten unsicher-ambivalenten Beziehungstypen am schwersten, loszulassen. Hier findest du alle Informationen zu den vier Beziehungstypen (mit Selbsttest): Welcher Beziehungstyp bin ich?.
  • Intensive Erinnerungen: Ein weiteres Anzeichen dafür, dass du an der Vergangenheit hängst, sind aufdringliche, intensive Erinnerungen an die verflossene Liebe.
  • Rachegedanken: Wenn du von Rachegedanken geplagt bist, kannst du dir sicher sein, dass du noch nicht losgelassen hast. Rachegefühle belegen den Platz in deinem Herzen für Offenheit, Liebe und Zuversicht.
  • “Stalking”: Du checkst immer wieder die neueste Story auf dem Instagram-Profil deines:r Verflossenen? Das kann sich zu einer regelrechten Sucht entwickeln und dich vom Loslassen deines Ex Partners oder deiner Ex Partnerin abhalten. Insbesondere, wenn du nicht über die unerwiderte Liebe hinweg kommst.
  • Gesprächsthema Nr 1: Du machst die Person, Wünsche oder vergangene Situationen immer wieder zum Gesprächsthema mit deinen Freunden. Das zeigt, wie präsent der Mensch für dich noch ist. Vergiss nicht: Deine Gedanken und Worte kreieren deine Realität.

Warum ist es so schwer, loslassen zu lernen?

Die einfachste Antwort ist: Loslassen gehört nicht zu den angeborenen Superkräften. Warum ist das so? Menschen sind soziale Wesen. Menschen brauchen andere Menschen. Nicht nur zum Überleben, sondern auch, um glücklich sein zu können.

Drei wichtige psychologische Ursachen, warum das Loslassen so schwer ist:

  • Angst vor Einsamkeit
  • Verletztes Ego
  • Selbstsabotage

Angst vor Einsamkeit

Wenn du nicht loslassen kannst, hat das also gute Gründe. Menschen sind (auch evolutionsbiologisch) darauf programmiert, Menschen “festzuhalten”. Es gibt in der Wissenschaft unzählige Publikationen, die zeigen: Das Gefühl von Einsamkeit ist nicht gut für uns – es kann sogar krank machen.

Und wenn wir jemanden loslassen – zum Beispiel einen geliebten Menschen beziehungsweise die Beziehung zu diesem Menschen – ruft das in uns Gefühle von Einsamkeit hervor.

Alleinsein und Loslassen lösen also negative Gefühle aus. Manchmal manifestieren sich diese sogar körperlich, zum Beispiel als Stechen in der Herzgegend.

Verletztes Ego

Manchmal fühlt sich beispielsweise der Moment nach einer Trennung so schlimm an, als würde dein Herz aus deiner Brust gerissen werden. Kein Wunder: Du gibst einen Teil deiner eigenen Identität auf. Womöglich deine Identität als emotional abhängige:r Partner:in. 

Man könnte auch sagen: Dein Ego (lat. “Ich”) wird angegriffen. Dein verletztes Ego ist orientierungslos. Es mag keine Veränderungen.

Du fühlst dich verloren, einsam, trotzig oder traurig. Nach einer Beziehung loszulassen, stellt dich vor die Herausforderung, dich selbst neu zu finden.

Selbstsabotage

Die Wissenschaft zeigt außerdem: Wir machen uns selbst das Leben schwer. Ein psychologischer Effekt führt beispielsweise dazu, dass wir unsere Erinnerungen im Nachhinein beschönigen. Unser Gehirn betont die schönen Erinnerungen viel stärker im Vergleich zu den negativen Erfahrungen – ein Schutzmechanismus.

Selbstsabotage_Beispiel

Dieser Schutzmechanismus ist aber gleichzeitig eine Form von Selbstsabotage. Wenn du beispielsweise viel Schmerz in einer Beziehung erfahren hast, neigst du dazu, diese Erfahrungen im Rückblick weniger stark zu gewichten: Du erinnerst dich eher an die positiven Momente der Beziehung.

Das erschwert das Loslassen natürlich ungemein. Deswegen liegt es an dir, wirklich aktiv am Loslassen zu arbeiten. Nimm dein Leben in die Hand und lass dich nicht von deiner eigenen Psyche austricksen.

Was passiert wenn wir nicht lernen, loszulassen?

Zunächst einmal: Loslassen lernen ist vielleicht die stärkste Superkraft im Leben. Loslassen zu können, bedeutet nämlich, gut mit der stetigen Veränderung im Leben umgehen zu können.

Vielleicht kennst du das Fluss-Gleichnis: Wenn du an einem Fluss stehst, wird nie das gleiche Wasser an dir vorüber fließen. Es ist immer mit anderen Erdpartikeln, Steinen und Mineralien angereichert. Und auch in deinem Leben gehört Veränderung einfach dazu.

Loslassen können bedeutet, diese Gesetzmäßigkeit des Lebens zu akzeptieren. Mit dem Fluss zu schwimmen, anstatt sich dagegen aufzulehnen sich an der Vergangenheit festzuklammern. Du lernst, dein Herz offen zu halten für Veränderung.

Wenn du nicht lernst, loszulassen, kann dich die Vergangenheit “auffressen”. Das zeigt sich beispielsweise bei Menschen, die mit dem Ende einer Beziehung hadern – manchmal sogar noch einige Jahre nach der Trennung.

Wenn du nicht loslassen kannst, richtet das ständige Grübeln den Fokus auf die Dinge, die du nicht verändern kannst. Statt dich Neuem zu öffnen, verweilst du gedanklich in der Vergangenheit – das lähmt dich.

Wer nicht lernt, loszulassen, bleibt Gefangen im Konjunktiv und der Vergangenheit – “was wäre gewesen, wenn…”. Wer lernt loszulassen, kann hingegen alten emotionalen Ballast abwerfen – und sich mit klarem Blick und freiem Herzen auf neue, glückliche Wege begeben.

Loslassen lernen: 10 Strategien, um Altes gehen zu lassen

Die gute Nachricht ist: Es gibt wirkungsvolle Strategien, um Loslassen zu lernen. In diesem Kapitel stelle ich dir 10 davon vor – erfahre jetzt, wie du endlich die Vergangenheit Vergangenheit sein lässt. Befreie dich aus den Ketten der Gewohnheit und wage den Sprung ins Ungewisse – es lohnt sich.

Beantworte für dich zunächst folgende Fragen:

  • Von wem oder was willst du loslassen?
  • Welche positive Konsequenzen hat dein Loslassen für dich (und andere)?
  • Auf einer Skala von 0 bis 10 – wie sehr willst du lernen, loszulassen? Wenn du noch nicht bei 10 angelangt bist, dann kehre zur vorherigen Frage zurück und suche weitere positive Konsequenzen.
  • Wer kann dich beim Loslassen unterstützen?
  • Was brauchst du, um loszulassen zu lernen?

Wenn du diese Fragen einmal für dich beantwortet hast, kannst du mit den praktischen Übungen und Tipps beginnen.

Realitäts-Check: Liste mit negativen Dingen

Beispiel Beziehungsende: Er war nicht der richtige Partner? Oder sie entpuppte sich am Ende doch nicht als die Frau deiner Träume? Im Grunde deines Herzens hast du die Trennung akzeptiert und weißt, warum es nicht gepasst hat zwischen euch. Vielleicht fragst du dich aber auch gerade, ob du dich trennen sollst.

Um loszulassen, ist es in jedem Fall hilfreich, dir diese Gründe noch einmal vor Augen zu führen: Fertige eine Liste mit “negativen Dingen” an. Diese kannst du in schwachen Momenten hervorziehen, wenn du doch einmal mit deiner Entscheidung haderst. Viele Menschen unterschätzen die Effektivität dieser Methode.

Psycholog:innen sind sich allerdings sicher: Um loszulassen, hilft es ungemein, sich am Ende einer Beziehung die negativen Aspekte vor Augen zu führen. Das liegt daran, dass das menschliche Gehirn sich eher an die positiven Dinge einer Ex-Beziehung erinnert – sich auf die negativen Punkte zu fokussieren, gleicht diesen Effekt gewissermaßen aus.

Vision Board erstellen

Ein Vision Board ist ein mächtiges Werkzeug, um deine Visionen, Träume und Wünsche zu visualisieren. Es hilft dir dabei, deine Ziele festzulegen und bringt dich diesen Stück für Stück näher. Es hilft dir auch dabei, Altes loszulassen.

Eine sehr ausführliche Beschreibung inklusive Anleitung (mit Video), findest du in meinem Beitrag Vision Board erstellen.

Social Media Detox

Um endlich von Gedanken an eine bestimmte Person oder aber auch an Situationen loszulassen, gibt es ein kleines Wundermittel: Handy auf Flugmodus stellen. Die positiven Effekte von Digital Detox sind sogar wissenschaftlich belegt.

Instagram, Facebook und Co. entfachen regelrechte “Dopamin-Kicks”. Indem du beispielsweise immer wieder das Profil deines Ex-Partners oder deiner Ex-Partnerin aufsuchst, “kratzt zu diese emotionale Stelle” – das trägt aber nicht dazu bei, dass du lernst, die Beziehung loszulassen. Im Gegenteil: Deine emotionale Wunde kann so nie richtig verheilen.

Zudem eröffnest du dir durch einen Social Media Detox mehr Möglichkeiten, dich auf neue, echte Begegnungen im Hier & Jetzt einzulassen.

Laut Studien kannst du durch einen Social Media Detox sogar dein Selbstbewusstsein stärken. Ein starkes Selbstvertrauen hilft dir wiederum beim Loslassen. Expert:innen sprechen hier auch von Selbstwirksamkeit: Das ist die innere Überzeugung, dass du auch schwierige Herausforderungen im Leben meistern kannst – zum Beispiel eine Trennung.

Lass die Finger von Instagram, Snapchat & Co. und starte noch heute mit meinem kostenlosen Social Media Detox Kurs. Dadurch wirst du viel sensibler für deine gegenwärtige, reale Umwelt.

Abstand nehmen

Fast jeder Mensch kennt es: In Freundschaften wie auch in Liebesbeziehungen entpuppt sich das Gegenüber manchmal als Energieräuber. Es fällt uns leichter, mit negativen Menschen umzugehen, wenn es sich hierbei nicht um intime Beziehungen handelt. Was aber, wenn es um ein Familienmitglied oder den Partner oder die Partnerin geht?

Natürlich ist es schön, wenn du für einen anderen Menschen da sein kannst. Achte jedoch jederzeit darauf, dass du dabei keinen emotionalen Schaden nimmst. Manchmal ist es vonnöten, Abstand zu nehmen. Dazu gehört, dass du im richtigen Moment deine Ressourcen schonst und lernst, nein zu sagen.

Warum Grenzen setzen?

Lege einen gesunden Egoismus an den Tag. Auch die Wissenschaft belegt: Gesunde Grenzen zu setzen, ist wichtig, um die eigene emotionale Gesundheit zu schützen. Unternimm zum Beispiel etwas für dich alleine oder vereinbare, dass ihr euch beispielsweise eine Woche nicht seht.

In Extremfällen – beispielsweise in Beziehungen mit Narzissten – kann Loslassen lernen die einzige Möglichkeit sein, um dich und deine mentale Gesundheit zu schützen. Wenn du in einer Beziehung zum Beispiel unglücklich bist und du emotional leidest, ist es wichtig, die Partnerschaft loslassen zu können.

Negative Emotionen bewältigen

Jedes Loslassen tut weh. Ganz besonders, wenn du beispielsweise einen geliebten Menschen durch Trennung oder vielleicht sogar Tod verloren hast.

Dieser Trennungsschmerz hat je nach Phase der Trennung eine andere Qualität: Ob es Wut und Trotz, Schock oder Schmerz ist – jedes Gefühl hat seine Daseinsberechtigung. Du kannst deinen Loslass-Prozess aktiv beschleunigen, indem du deine Gefühle zunächst wahrnimmst und zulässt.

Phasen der Trennung

Wenn du die negativen Emotionen hingegen verdrängst, schiebst du den Loslass-Verarbeitungsprozess vor dir her. Fange noch heute an, mit deiner Vergangenheit abzuschließen und lass dich auf den Prozess ein. Nur du selbst kannst diesen Weg für dich gehen, sonst niemand.

Aber: Du kannst dir für diesen Weg wertvolle Hilfe holen – zum Beispiel von Familie, Freund:innen, einem Coach oder einer Therapeutin oder einem Therapeuten.

Achtsamkeit

Um Loszulassen zu lernen, brauchst du Achtsamkeit: Achtsamkeit darüber, wann deine Gedanken beispielsweise wieder in die Vergangenheit wandern. Man spricht hier auch von Bewusstheit.

Eine Achtsamkeitspraxis wie Meditation kann dir jetzt helfen. Du lernst, deine Gedanken ohne Bewertung zu beobachten. Studien belegen: Je regelmäßiger du dich der “formalen Meditationspraxis” widmest, desto einfacher wird es dir im Alltag fallen, deine Gedanken ziehen zu lassen.

Wenn du deine Gedanken loslassen kannst, fällt es dir wiederum leichter, die Dinge loszulassen, die mit deinen Gedanken verknüpft sind (zum Beispiel eine Beziehung).

Tipp zum Weiterlesen: In meinem Beitrag findest du nicht nur allgemeine Hilfestellungen, sondern auch einen kostenfreien Minikurs, der dich sieben Tage lang in die Meditation einführt: Meditation für Anfänger.

Vergeben und Verzeihen

Wenn du in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen in Beziehungen gemacht hast und beispielsweise schwer enttäuscht wurdest, kann es dir schwer fallen, dich auf Neues einzulassen und Vertrauen aufzubauen.

Das gilt insbesondere, wenn du manipuliert wurdest oder Ghosting, Zombieing oder Gaslighting erfahren hast – dein Herz ist dann womöglich verhärtet. Um wieder Platz für Liebe und Offenheit in deinem Herzen zu schaffen, kannst du versuchen, Rachegedanken loszulassen.

Auch die Frage von Schuld ist mühsam. Oftmals hält sie dich nur davon ab, den Blick in eine – deine – schönere Zukunft zu richten. Als Alternative empfiehlt es sich, von Verantwortung statt von Schuld zu sprechen.

Die Königsdisziplin ist der Weg des “Vergebens und Verzeihens”. Dabei darfst du dir trotzdem klar bleiben, dass du niemandem von seiner Verantwortung befreist. Du vergibst für dich selbst, um dich zu entlasten, für niemanden sonst.

Es geht darum, dein eigenes Herz leichter zu machen. Das erleichtert es dir, Loslassen zu lernen.

Coaching

Im Loslassensprozess verliert man manchmal das große Ziel aus den Augen: Frei, glücklich und selbstbestimmt in der Mitte des Lebens zu stehen und nach vorne zu blicken.

Manchmal braucht es die Perspektive von außen, die dir sagt, welche positiven, langfristigen Folgen dein Loslassen von einem Menschen oder einer Situation für dich haben wird.

Dabei kann dir beispielsweise ein guter Coach oder ein:e Therapeut:in helfen. Erfahre jetzt, wie dir ein Coach weiterhilft und worauf du bei der Auswahl achten solltest: Den richtigen Coach finden.

Selbstfürsorge

Nimm deine Bedürfnisse wahr – und ernst. Frage dich, was dich wirklich glücklich macht. Und dann handle danach. Loslassen lernen ist wesentlich leichter, wenn du dich nicht selbst vernachlässigst. Mache dich zur Priorität in deinem Leben. Es gibt keinen Menschen, der dich glücklich machen kann, außer du selbst.

Lass die anderen reden und kümmere dich nicht darum, was sie denken. Frage dich vor allem, was du von dir selbst denkst. Welche Geschichten erzählst du dir selbst über dich?

Praxistipp: Fange an, ein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben und fokussiere dich so noch mehr aufs Positive in deinem Leben. Selbstliebe fängt bei deiner Einstellung zum Kostbarsten an, was du besitzt: dein Leben.

Komfortzone verlassen

Manchmal geht es auch um eigene, festgefahrene Verhaltensmuster oder Ängste, die es loszulassen gilt.

Damit du positive und vor allem neue Erfahrungen machst, musst du deine Komfortzone verlassen. Probiere Neues aus. Überwinde deine Ängste und übernimm das Ruder in deinem Leben. Du bist die Kapitänin oder der Kapitän deines Schiffes – vergiss das nicht. 

Fange jetzt damit an, starre Vorstellungen über Bord zu werfen und endgültig loszulassen.

Wie lange dauert es, loslassen zu lernen?

Loslassen lernen ist nicht einfach. Dementsprechend lange dauert es, bis uns die Methoden wirklich in Fleisch und Blut übergegangen sind. Es ist auch keine antrainierte Fähigkeit, die man auf Knopfdruck abrufen kann.

Es ist ein Prozess, dem sich jeder Mensch irgendwann im Leben einmal stellen muss, um am Ende zu neuem und besserem Lebensglück zu gelangen. Dieser Prozess lässt sich zwar beschleunigen, aber loslassen lernen heißt vor allem, sich mit der Frage der persönlichen Weiterentwicklung zu beschäftigen.

Eine alte Liebe, einen Soulmate, ein Familienmitglied oder eine Freundschaft zu beenden und loszulassen, ist schmerzhaft. Oft dauert es Wochen, Monate oder sogar Jahre, bis du über den Schmerz hinweg kommst und wirklich gelernt hast, loszulassen.

Die gute Nachricht ist: Anhand eines Perspektivwechsels, dem Auflösen von Glaubenssätzen und Verhaltensmustern sowie Übungen können wir einen gesunden Weg gehen, um loslassen zu können, wenn vonnöten. Das Ziel ist, als Mensch zu wachsen. Loslassen lernen ist nicht angenehm und erfordert sehr viel Kraft und Mut. Wenn du dich aber traust, diesen Schritt zu gehen, erlebst du früher oder später eine unfassbare Freiheit in dir.

Erst wenn du beispielsweise eine Beziehung richtig losgelassen hast, kannst du dich darum kümmern, den richtigen Partner oder die richtige Partnerin zu finden.

Kostenloser Minikurs: Loslassen lernen

Lerne dich und deinen wahren Wert kennen und führe erfüllende Beziehungen. Der Kurs umfasst ein PDF mit effektiven Übungen, um Loslassen zu erlernen.

Finde jetzt wieder Ruhe und starte noch heute den Kurs: Loslassen lernen (Minikurs)

Fazit

Zunächst bedeutet Loslassen lernen, mit der Vergangenheit abzuschließen

Indem du von Menschen oder Beziehungen loslässt, schaffst du Platz für neue Begegnungen, die das Leben für dich bereit hält.
Zuletzt kann Loslassen lernen auch bedeuten, dich zu befreien: Aus einer Situation, die deiner Seele nicht gut tut. Dazu musst du Ängste überwinden und den Sprung ins Ungewohnte wagen. Auch das gehört zum Loslassen dazu!

Häufige Fragen

Was bedeutet „Loslassen“?

Loslassen bedeutet nicht einfach nur, eine Beziehung physisch loszulassen – und sich zu trennen. Loslassen lernen bedeutet vor allem und in den allermeisten Fällen, den Ballast deiner Gedanken abzuwerfen.

Kann man „Loslassen“ lernen?

Ja, man kann loslassen lernen. Loslassen ist ein Prozess, dem sich jeder Mensch irgendwann einmal stellen muss, um am Ende zu neuem und besserem Lebensglück zu gelangen. Dieser Prozess beinhaltet, sich selbst und seinen wahren Wert zu erkennen. Übungen helfen dir dabei.

Wie kann ich eine Person „loslassen“?

Nimm die Situation an, wie sie ist. Es ist wichtig, den Schmerz zu fühlen und zu akzeptieren. Loslassen lernen bedeutet, im Hier und Jetzt präsent zu bleiben. Vermeide es, in alten Erinnerungen zu schwelgen oder an die Zukunft zu denken.

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<a href="https://chrisbloom.de/author/chris/" target="_self">Chris Bloom</a>

Chris Bloom

Ich bin Chris Bloom – Systemischer Therapeut, Gesundheitsökonom (M. Sc.), Autor, Podcaster, Speaker und Coach. Unsere Gedanken und die richtige innere Haltung empowern uns, unser Leben nach unseren Wünschen zu kreieren. Das Fundament hierfür bilden die drei Säulen: Selbstvertrauen, Selbstliebe und Selbstkenntnis. Diese sind für uns individuell erlernbar – wie das Einmaleins in der Schule. Ich helfe dir dabei, dieses Fundament zu schaffen – damit du das Leben leben kannst, das du dir wünscht. Infos zu meiner Vita und Vision: Wer ist Chris Bloom?

2 Kommentare

  1. Teresa

    Vielen Dank! Du hast wirklich die wichtigsten Punkte benannt und sie nicht nur bei Theorie belassen.
    Danke für die einfachen Praxistipps.
    Ich bin seit 4 Monaten getrennt habe ihn erst jetzt auf Instagram gelöscht und es kamen wieder sehr viele gemischte Gefühle hoch wenn ich daran denke dass er nun nicht mal auf virtuellem Wege Anteil an meinem Leben hat und ich in seines. Ich musste mir eingestehen dass ich doch noch festgehalten habe und mir und ihm noch nicht verziehen habe.

    • Chris Bloom

      Hallo Teresa,
      von Herzen gerne! Das freut mich zu hören. Ja, das (virtuelle) Festhalten macht es meist noch schwieriger. Du wartest oder hoffst gar auf ein Zeichen, stellst dich und deine Stories natürlich so positiv wie möglich da in der Hoffnung, dass er ein Zeichen abgibt. Die Hoffnung zu erkennen, dass es doch anders ist. Wir dürfen alle lernen und das hast du getan. Du hast Mut bewiesen und wirst einen wundervollen Weg gehen! Sehr bald kommt auch ein neuer Kurs von mir: Loslassen und Trennung überwältigen. Melde dich sehr gerne beim Newsletter an und bleib auf dem Laufenden. Liebe Grüße Chris