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Bin ich beziehungsfähig oder beziehungsunfähig? Mit Selbst-Test

von | Stand: 23. Jun 2022 | Veröffentlicht: 27. Okt 2020

Bist du beziehungsfähig oder nicht? Mache den Selbsttest und erfahre, wie du Bindungsängste überwindest. So viel sei gesagt: Kein Mensch ist wirklich beziehungsUNfähig. Warum? Alle Antworten im Beitrag.

Auf einen Blick

  • Mache ganz unten im Beitrag den Selbsttest und finde heraus, ob du beziehungsfähig bist (Tipp: lies dir unbedingt zuerst den Beitrag durch).
  • Um Beziehungsfähigkeit zu lernen, musst du deine Ängste überwinden und dein Herz für Begegnungen öffnen.
  • Jede gute Liebesbeziehung beginnt mit einer gesunden Beziehung zu dir selbst.
  • Im Beitrag erfährst du, wie du Bindungsangst überwinden kannst und frei von Zweifeln wirst.

Bin ich beziehungsfähig? Diese Frage begegnet uns im Spiegel der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft immer häufiger. Das schnelle Date und der unverbindliche Sex, der nur einen Swipe entfernt wartet, ist verlockend.

Kurzfristige Intimitäten, die sich auf flüchtige Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen beschränken, scheinen heutzutage der Normalfall zu sein. Immer mehr Menschen finden sich in anstrengenden On-Off-Beziehungen wieder und fragen sich, ob sie gehen oder bleiben sollen.

Die Folge: Die Zahl an Menschen, die unglücklich verliebt sind oder eine unerwiderte Liebe erfahren, nimmt zu. Nicht ohne Grund hat sich die Bezeichnung “Generation beziehungsunfähig” eingebürgert.

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Was bedeutet „beziehungsunfähig“ und „beziehungsfähig“?

Was bedeutet es, in der Schnelllebigkeit unserer Zeit “beziehungsfähig” zu sein?

Im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet “Beziehungsfähigkeit” zunächst, dass du in der Lage bist, eine Liebesbeziehung über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Außerdem wechseln Personen, die als “beziehungsfähig” gelten, seltener ihre Partner:innen.

Beziehungsunfähigkeit spiegelt sich also hauptsächlich in zwei Typen wider:

  1. Der erste Typ geht zwar romantische Bindungen ein, diese lösen sich aber nach kurzer Zeit meist wieder auf. Es kommt keine echte emotionale Verbindung zustande.
  2. Der zweite Typ ist der ewige Single: Ewige Singles gehen selten romantische Verbindungen ein, stattdessen bleiben sie für längere Zeiträume alleine – obwohl sie sich oft eine Beziehung wünschen.

Beide Typen habe eine Sache gemeinsam. Sie tragen folgende Glaubenssätze in sich:

  • “Ich werde niemals den oder die richtigen Partner:in finden”
  • “Ich bin nicht liebenswert genug”
  • “Ich bin einfach nicht dafür gemacht, in Beziehungen zu sein”
  • “Ich habe zu hohe Ansprüche an eine:n Partner:in”

Ausgeschlossen von der Definition “beziehungsunfähig” sind übrigens Menschen, die beispielsweise in romantischen Beziehungen noch unerfahren sind und womöglich deshalb keine dauerhafte Beziehung aufrechterhalten.

Beziehungsfähige Menschen lassen sich an bestimmten Haltungen und Verhaltensmustern erkennen. Folgende Verhaltensweisen sind charakteristisch für Beziehungsfähige:

  • Sie haben realistische Erwartungen an eine Beziehung (keine Hollywood-Romanze)
  • Sie sagen “Ja” zur Beziehung (auch wenn sie manchmal zweifeln)
  • Sie haben eine Bereitschaft zur Verletzlichkeit
  • Sie können Vertrauen aufbauen
  • Sie übernehmen Selbstverantwortung
  • Sie finden die richtige Balance zwischen Autonomie und Freiheit

Die gute Nachricht: Jeder Mensch kann dies lernen – wie das Einmaleins in der Schule. Weiter unten im Beitrag erkläre ich dir, wie du beziehungsfähig(er) wirst.

Was macht eine gute Beziehung aus?

Die drei Säulen einer guten Beziehung:

  • Eine tiefe Verbindung
  • Offene Kommunikation
  • Gesunde Grenzen

In einer guten Beziehung sagen beide Partner:innen “Ja” zueinander (und dazu muss man nicht heiraten). Dieses “Ja” ist eine Art unsichtbares Band und schafft eine tiefe emotionale Verbindung.

Um diese emotionale Verbindung zu vertiefen, ist eine offene Kommunikation wichtig: Damit du beispielsweise nicht allein mit deinen Ängsten oder Zweifeln bist, die ganz normal sind.

Zuletzt machen neben der Offenheit auch gesunde Grenzen eine stabile Partnerschaft aus. Beziehungsfähige Partner:innen übernehmen Selbstverantwortung und setzen Grenzen in einer Beziehung.

Das könnte zum Beispiel bedeuten, dass du dir auch Zeit für dich selbst ganz allein nimmst, oder deinen individuellen Hobbies nachgehst.

Zum Weiterlesen empfehle ich dir meinen Beitrag: “Was ist das Wichtigste in einer Beziehung?”.

Was erwarte ich von einer Beziehung?

Um Zugang zu unserem offenen Herzen zu erlangen, kann es helfen, sich zunächst bewusst zu machen, welche Erwartungen oder Ängste dieses überlagern.

Welche Vorstellungen von Beziehungen haben die Eltern, Freunde, Filme oder andere Personen aus dem eigenen Umfeld während der Kindheit vermittelt? Werden diese Vorstellungen von Generation zu Generation innerhalb der Familie weitergegeben? 

Man denke zum Beispiel an sämtliche Hollywoodromanzen, die ein Bild des perfekten Traumpaares und einer leidenschaftlichen Liebe zeichnen, welches kaum der Realität entspricht.

Oft werden in diesen Filmen beispielsweise Phasen der gemeinsamen Bewältigung von Konflikten in Form von offener, gewaltfreier Kommunikation ausgespart und jeder scheint seinen Liebeskummer mit sich selbst auszumachen, bis der andere Partner mit einem Strauß Rosen um die Ecke kommt. 

Aber ist Beziehung nicht ein gemeinsames Wachsen? Ein sich “Zumuten” und Wahrnehmen und Äußern der eigenen Bedürfnisse? Ich werde dieser Frage nach den Qualitäten einer guten Beziehung weiter unten im Beitrag nachgehen.

Sind deine Erwartungen realistisch?

Zunächst gilt es also zu überprüfen, ob die eigenen Erwartungen von Liebesbeziehung realistisch sind? Um diese eigenen Überzeugungen von Beziehung zu hinterfragen, ist es auch ratsam, ein ehrliches Gespräch mit einem befreundeten Pärchen zu suchen. 

Wie sieht die Partnerschaft im Alltag aus? Der Traum einer rosaroten Brille und einem dauerhaften Gefühl von Verliebtsein kann schnell zerplatzen und weicht einem Gefühl der Enttäuschung.

Mit genauerer Betrachtung dieses Wortes fällt allerdings eine Sache auf: „Ent-Täuschung“ setzt voraus, dass man vorher einer Täuschung beziehungsweise Illusion unterlag. Und wer lebt schon gerne in einer Täuschung? Somit hat jede Enttäuschung etwas Gutes – sie deckt eine Wahrheit auf.

Dieses “Verliebt-Sein-Gefühl” kommt und geht in Wellen. Ein schwingendes Pendel visualisiert gut, wie diese Welle und die Intensität der ausgedrückten Zuneigung zwischen den Partnern hin und her “pendelt”.

Zweifel, ob man den anderen Partner nicht genug liebt, entstehen oft in genau solchen Momenten, in denen das Pendel gerade in die Richtung des Partners schwingt.

Diese Zweifel, bei denen wir unsere Beziehung oder die eigene Beziehungsfähigkeit infrage stellen, nennt man Bindungsangst.

Zu welchem Beziehungstyp wurdest du erzogen?

Viele Menschen haben bei ihren Eltern eine zerrüttete Ehe oder eine schmerzliche Trennung miterlebt und infolgedessen das Vertrauen in stabile Liebesbeziehungen verloren.

Dahinter verbirgt sich die Frage: Welcher Beziehungstyp bin ich? Wir werden gewissermaßen zu einem Beziehungstyp „erzogen“. Klar ist aber, dass wir die Beziehung der Eltern keineswegs als Muster wiederholen müssen – wir haben es in der Hand.

Beziehungstypen
Diese 4 Bindungstypen gibt es. Je nachdem, welchem Bindungstypen wir entsprechen, fällt es uns leichter oder schwerer, tiefe Beziehungen einzugehen.

Um eine ungewollte Wiederholung vorgelebter Beziehungsmuster zu vermeiden, lohnt sich ein systemischer Blick auf die Familienverhältnisse – so kannst du dir sich wiederholende familiäre Verhaltensmuster ins Bewusstein bringen.

Durch die Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte können auch transgenerationale Traumata aufgelöst werden. Die systemische Familientherapie rückt wieder vermehrt in den Fokus der Psychotherapieverfahren – und die Wirksamkeit ist sogar wissenschaftlich untersucht und bestätigt worden.

Was bedeutet Bindungsangst?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, müssen wir hinter die primären Ängste schauen und das Gefühl erforschen, welches wir uns durch das Vermeiden der Beziehung ersparen möchten. Wenn beispielsweise jemand keine Beziehung will, können Bindungsängste der Grund dafür sein.

Unterschied: Bindungsangst und Verlustangst

Wenn Menschen während der Beziehung Angst davor haben, verlassen zu werden, liegt eine Verlustangst vor. Verlustängstliche Menschen fragen sich häufig, ob sie beziehungsfähig sind – als Partner:in sind sie eifersüchtig, kontrollierend oder klammern.

Verlustangst Infografik

Menschen mit Verlustangst sind deshalb oft gehemmt, neue Beziehungen zu entwickeln. Sie wissen schon vor der nächsten Beziehung, dass sie die Angst verspüren werden, einen Partner oder eine Partnerin zu verlieren.

Bindungsangst als Selbstschutz

Die projizierte Bindungsangst gleicht einem Selbstschutz: Wenn ich dich zuerst zurückweise, muss ich mich nicht dem Risiko aussetzen, zurückgewiesen zu werden. Genau dieser Menchanismus steckt oftmals hinter den Fragen: Liebe ich meinen Partner genug? Ist er gut, intelligent, witzig, sportlich, schön genug? So wird Selbstschutz schnell zu Selbstsabotage.

Manchmal ist es viel heilsamer, genau diese Fragen an sich selbst zu stellen: Bin ich gut genug? Bin ich es wert, geliebt zu werden? Oft verbirgt sich hinter dem Verhalten ein tiefer Schmerz, der einen daran hindert, sein Herz wahrhaftig zu öffnen.

Der Selbstschutz enthält allerdings einen bitteren Beipackzettel: Es kann keine echte Bindung entstehen, da das Vertrauen in die Beziehung, in den Partner – und in sich selbst fehlt.

Und genau darum geht es: Kann und möchte ich mein Herz öffnen und eine tiefe Beziehung zulassen? Es ist also eine Frage des eigenen Selbstwertes und der Liebe zu sich selbst, wie viel Liebe man in einer Partnerschaft zulassen kann.

Bindungsangst als Opportunitätskosten

Ein anderer Aspekt der Bindungsangst sind die Opportunitätskosten. Dahinter verbirgt sich die Frage: Was könnte mir durch eine feste Partnerschaft alles entgehen?

Welche Optionen verpasse ich, wenn ich eine feste Bindung zu einem Menschen eingehe? Wird meine Investition in diese Beziehung letztlich darin münden, dass ich verletzt werde? Wird die Beziehung eintönig und langweilig? Muss ich auf die Erfüllung meiner Bedürfnisse verzichten? Ist das mit meinem Freiheitsstreben vereinbar? Gibt es neue Formen von Partnerschaft, die mich trotzdem innere Freiheit erleben lassen? Welcher Beziehungstyp bin ich?

Vergiss nicht: Auch in Beziehung lebende Menschen sind frei in ihren Entscheidungen, wenn Partner eine offene Kommunikation pflegen und geheimen Wünschen oder Sehnsüchten Raum geben.

Drückeberger gehen dieser offenen Kommunikation so lange aus dem Weg, bis die Trennung kurz vor der Tür steht. Hier könnt ihr gemeinsam herausfinden, ob eure Vorstellungen von Beziehung vereinbar sind. Sprecht ihr die gleiche der 5 Sprachen der Liebe?

Kann ich beziehungsfähig werden? 

Wir müssen uns immer vor Augen führen, dass eine Beziehung immer ein “Zwischen” bedeutet: Wir sind nicht “beziehungsfähig” oder “beziehungsunfähig”, sondern zu einer zwischenmenschlichen Beziehung gehören immer mindestens zwei.

Die Beziehung, die dann entsteht, ist gewürzt von der Art und Weise, wie das Paar miteinander kommuniziert – sei es verbal oder nonverbal. Wohl eines der grundlegendsten Merkmale einer guten Beziehungsführung ist offene Kommunikation.

Und das ist definitiv eine Qualität, die du entwickeln kannst. Hierzu gehört vor allem Mut. Die genauere Betrachtung des Wortes “Mut” lohnt sich. Mut ist ein Herzenswort. Die Wurzel des Wortes Mut im Englischen (courage) ist cor – das lateinische Wort für Herz. In einer seiner frühesten Formen bedeutete das Wort Mut „Die eigene Meinung sagen, indem man sein ganzes Herz sagt“.

Oder in anderen Worten: Mut, sich von ganzem Herzen so zu zeigen, wie man ist. Die amerikanische Psychologin Brené Brown ist berühmt für ihre sozialpsychologische Forschung über das Phänomen der “Verletzlichkeit”.

Sie ist in einer Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass sich wahre Stärke der Beziehungspartner:innen durch die Neigung auszeichnet, inwieweit sie sich verletzlich zeigen können. Stelle dir einmal folgende Frage: “Inwiefern bin ich bereit, mich meinem Partner oder meiner Partnerin mit allem zu zeigen, was ich bin?”.

Hat die deutsche Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin Stefanie Stahl mit ihrem Bestseller “Jeder ist beziehungsfähig” am Ende doch recht?

Beziehungsfähigkeit lernen

Wie entwickele ich also den Mut, mich so zu zeigen, wie ich bin – und mich ganz auf einen anderen Menschen einzulassen? Eine wahre Bindung einzugehen? Der Kontakt mit dem eigenen Innenleben – die innere Anbindung an die eigenen Gefühle sind Voraussetzung für die tiefe Verbindung zum Gegenüber.

Wenn man gleichzeitig “bei sich” und beim Gegenüber in der Begegnung ist, trifft man sich in einer allumfassenden Gegenwärtigkeit (gegen-wartend). Durch Präsenz entsteht ein Raum – ein Zwischen, in dem man in Beziehung tritt mit dem Gegenüber.

Der andere wird nicht als Objekt wahrgenommen, sondern im Moment einer liebevollen Begegnung des offenen Herzens wird der andere eher als Teil des eigenen Selbst wahrgenommen. 

Beziehung und das Gefühl der Verbindung mit seinem Partner entsteht also eher von Augenblick zu Augenblick. Deswegen könnte man folgern, dass Beziehungsfähigkeit gar keine “Fähigkeit” im eigentlichen Sinne ist, sondern diese sich eher als eine Bereitschaft ausdrückt, mit dem Gegenüber Kontakt aufzunehmen – und sich zu öffnen.

Niemand ist also per sé beziehungsunfähig! Sind das nicht gute Neuigkeiten?

Wie ziehe ich beziehungsfähige Partner an?

Genau diese Bereitschaft und Offenheit dem Anderen gegenüber strahlt eine Entspanntheit aus, welche anziehend auf andere Menschen wirkt. Einladend offenbart man sich seinem Gegenüber und lädt es ein, in Austausch zu treten.

Oft tritt jedoch genau der gegenteilige Effekt ein, wenn man verzweifelt auf der Suche nach einer Beziehung ist: Gemeint ist die in der Alltagssprache genannte “Neediness” in der eigenen Haltung.

Diese ist durch eine Angespanntheit im Kontakt mit potenziellen Partner:innen gekennzeichnet. Es findet dann kein authentisches “in Beziehung treten” – wie oben beschrieben – statt. Stattdessen wird das eigene “Ich” zurückgefahren und wir versuchen, uns “wie erwünscht” zu verhalten, um das Gegenüber für uns zu gewinnen.

Wir sind dann nicht, wer wir sind. Sondern wir sind, wer wir denken, wer wir sein müssen, um potenzielle Partner:innen auf uns Aufmerksam zu machen. Grund dafür ist oft ein empfundenes Mangelgefühl und die Angst vor Einsamkeit.

Hier spielen Selbstzweifel eine große Rolle: “Bin ich interessant genug?” “Bin ich liebenswert?” Vielleicht kennst du den Effekt von dir oder aus deinem Umfeld, dass, sobald jemand sich in einer Beziehung befindet, interessierte Männer oder Frauen ihnen regelrecht die Haustüre einrennen?

Dies liegt womöglich daran, welchen Effekt der Beziehungsstatus auf unsere Ausstrahlung und die Art und Weise hat, wie wir uns “geben”. Eine wissenschaftliche Meta-Analyse aus dem Jahr 2019 zeigt, dass das eigene Selbstvertrauen eine entscheidende Rolle bei der Qualität der sozialen Beziehungen spielt.

Interessant dabei: Ein gesundes Selbstvertrauen wirkt sich nicht nur positiv darauf aus, gute Beziehungen zu führen, sondern gute Beziehungen stärken wiederum unser Selbstvertrauen.

Es ist deshalb unfassbar wichtig, Selbstliebe zu lernen. Es klingt vielleicht abgedroschen, aber es ist wahr: Du musst dich selbst lieben, um geliebt zu werden. Unterschätze nicht die Macht der Selbstliebe und -akzeptanz, um den richtigen Partner oder die richtige Partnerin anzuziehen.

Du möchtest dich näher mit dem Thema “Selbstwert” auseinandersetzen? Dann melde dich hier für meinen kostenfreien Minikurs inklusive Übungen an: Jetzt für Minikurs “Selbstwert” anmelden.

Gibt es den Richtigen für mich?

Gibt es den oder die Richtige überhaupt für mich? Diese Frage ist ein typischer Gedankengang, um das Single-Dasein zu erklären: “Vielleicht war ja einfach noch nicht der/die Richtige dabei”.

Ich möchte keinesfalls bestreiten, dass er oder sie tatsächlich noch nicht “dabei” war. Allerdings ist eine Beziehung auch immer noch eine bewusste Entscheidung. Du musst zunächst für dich wissen, was eine gute Beziehung ausmacht, um anschließend den richtigen Partner oder die richtige Partnerin finden zu können.

Diese bewusste Entscheidung, das eigene “Ja!” zu einer Liebesbeziehung zu geben, erfordert viel Mut und vor allem die Bereitschaft, Zeit und Energie in die Beziehung zu investieren. Doch es liegt in der Hand jedes Einzelnen, ob er diese Entscheidung selbstbestimmt trifft.

Selbstverständlich gehören zu dieser Entscheidung immer zwei. Allerdings findet der Entscheidungsprozess auf bewusster Ebene (nachdem das Herz schon entschieden hat) vor allem zuerst im Kopf jedes Parts allein statt.

Der Beziehungsbeginn muss dabei nicht immer dem Mythos eines verliebten Märchens mit der Intensität der Liebe von Romeo und Julia entsprechen. Es gibt es viele Paare, die anfänglich mit eigenen Unsicherheiten konfrontiert sind und mehrere Male über ihren eigenen Schatten springen müssen, um sich zu öffnen und Liebe zuzulassen. Und das ist völlig in Ordnung und kein Indiz für die anschließende Beziehungsqualität.

Es geht um die Transformation der eigenen Ängste. Beziehungsfähigkeit lernen bedeutet ein genaues “Hinspüren”. Du musst bereit sein, dich mit dir selbst zu konfrontieren und über deine eigenen Ängste hinauszuwachsen – um den Raum der Angst mit Liebe zu fluten.

Eine gute Liebesbeziehung beginnt mit der Beziehung zu dir

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Die Ereignisse in unserem Leben sind nicht zufällig. Unsere Familien, unsere Partner, unsere Freunde, unsere Kollegen und ehemalige Weggefährten sind alle Reflexionen unseres Wegs, zu dem wir eingeladen sind. Anstatt sich einen anderen Weg oder ein anderes Leben zu wünschen, umarme dich wo du bist und trete für das schöne Leben ein, das du willst. ⁠ ⁠ Du musst niemand anderes sein außer du selbst, um die Welt zu verändern. Ein dankbarer Mensch, der mit offenem Herzen die Welt entdeckt. ⁠ ⁠ Nimm’ die Einladung an, die dich zu deinem besten Selbst wachsen lässt und werde dir bewusst, dass du nichts ungeliebt hinterlassen musst. Vertraue deiner Stimme uns deiner Intuition. Sei stark in deiner Ausrichtung, auch wenn andere nicht verstehen, wohin du gehst. Lebe dein Leben. Liebe den Weg, den du gehst!⁠ Liebe dich und der Rest folgt! Wenn du bei mir bist, dann hinterlass ein ❤️ unten in den Kommentaren! ⁠ ⁠ ⁠ ⁠ ⁠ ⁠ ⁠ #positive #mindset #mindfulness #bewusstsein #Liebe #Leben #glücklichsein #glück #meditation #yoga #dankbarkeit #heartset #zitate #impulse #selbstliebe #motivation #männlichkeit #feierdeinleben #liebeistdeinerfolg #heartset #heartsetovermindset #achtsamkeit⁠ ⁠ 📸-credits: @farinadeutschmann

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Stelle dir einmal folgende Frage: Inwieweit bin ich bereit mich selbst zu spüren, mich wahrzunehmen und vor allem auch mit den Schattenseiten meiner Psyche in Kontakt zu treten?

Jede engere Beziehung wird auf kurz oder lang neben all den Hochgefühlen auch schmerzliche Erfahrungen mit sich bringen. Wenn man sich einem Menschen ganz öffnet, macht man sich verletzlich.

Genau das macht aber den Zauber einer Liebesbeziehung aus. Denn jede Berührung der Seele bringt eine Fülle, eine Intensität in unser Erleben, welche ohne tiefgehende Beziehung das Leben sehr oberflächlich wirken lassen würde.

Deswegen geht es darum, die Berührung – auch die schmerzliche – schätzen zu lernen und in jeder zwischenmenschlichen Begegnung die Chance auf die Begegnung mit sich selbst zu sehen und wahrzunehmen.

Um die Beziehung zu sich selbst auch zunächst alleine zu stärken, möchte ich dir folgende Übung vorschlagen, die du gut in deine Morgenroutine einbinden kannst.

Übung: “Hand aufs Herz”

Gibt es einen Ort in deinem Körper, in dem du dein Selbst oder dein Herz verorten würdest? Wenn du diesen Ort gefunden hast, kannst du dich immer mit diesem Ort in jeder Situation verbinden, indem du beispielsweise deine physische Hand auf diesen Ort legst und bewusst in diesen Ort hinein atmest und eine liebevolle Absicht und Mitgefühl aus deiner Hand in den Ort schickst.

So verbindest du dich im Alltag immer wieder über den Körper mit dir selbst. Dabei kannst du die Gedanken denken: „Ich, Jetzt, Hier.“

SELBSTTEST: Bin ich beziehungsfähig?

Bitte beantworte diese 12 Fragen und schaue anschließend in die Auswertung weiter unten.


Auswertung

0 – 6: Es scheint, als würdest du noch an bestimmten Vorstellungen von Liebesbeziehung festhalten… Hinterfrage dich selbst immer wieder: Was ist deine Motivation, in Beziehung sein zu wollen? Gibt es etwas, was du damit in deinem Leben füllen willst? Frage dich nochmal bewusst, wie du Liebe gibst und empfängst? Fällt dir das leicht? Kannst du in Freundschaften hier anfangen, mehr Liebe zu geben?

7 – 15: Es ist an der Zeit loslassen zu lernen, und dich und deine Liebesfähigkeit ganz zu vertrauen. Du bist auf dem richtigen Weg. Geduld und Mitgefühl sind jetzt deine treuen Begleiter auf dem Weg in deine erfüllte Liebesbeziehung. Hast du schonmal eine Mitgefühlsmeditation gemacht? Mehr zu dem Thema findest du in meinem Beitrag Meditation für Anfänger.

16-25: Du scheinst ganz nah mit deinem eigenen Herz in Verbindung zu stehen und das ist die beste Voraussetzung für eine erfüllte Liebesbeziehung! Flexibilität und Spontanität begleiten dein Sein und lassen dich in jeder Begegnung das volle Potential ausschöpfen.


Fazit

Die gute Nachricht ist: Kein Mensch ist chronisch beziehungsunfähig. Das liegt daran, dass der Beziehungsunfähigkeit in sehr vielen Fällen eine Bindungsangst zugrunde liegt – wie oben genauer beschrieben. Diese Angst wiederum ist Ausdruck eines eigenen Mangelgefühls: „Ich bin nicht gut genug. Was ist, wenn ich verletzt werde, weil ich nicht ausreiche? Was ist, wenn ich enttäuscht werde?“.

Die Wahrheit ist: Niemand kann dir garantieren, dass du nicht verletzt oder enttäuscht wirst. Die Wahrheit ist aber auch: Nur, wenn du dich verletzlich zeigen und damit eine echte Bindung entstehen lassen kannst, wirst du die Magie einer erfüllten Partnerschaft spüren können.

Dazu gehört auch immer, das Risiko einzugehen, dass es schiefläuft. Und dieses Risiko besteht unabhängig davon, ob du bindungsängstlich bist oder dich mit großem Vertrauen auf eine Partnerschaft einlässt. Was dir wirklich hilft ist, für dich ein starkes Fundament an Selbstwert und Selbstliebe aufzubauen und ausgehend von dieser starken Basis – wenn du voll in deiner Kraft bist – authentische Entscheidungen zu treffen.

Ausgangspunkt jeder gesunden Bindung ist die Verbindung zu uns selbst. Diese ist das effektivste Handwerkszeug, das du benötigst, um in deinem Leben den richtigen Partner oder die richtige Partnerin anzuziehen. Wirf deine Glaubenssätze und elterlich gelernte Beziehungsmuster über Bord und aktiviere deinen Selbstwert!

Du benötigst dabei Hilfe? Dann starte bitte noch heute mit praktischen Übungen und absolviere meinen kostenfreien Minikurs „Selbstwert“.

Häufige Fragen

Wann bin ich beziehungsfähig?

Eine gute Liebesbeziehung beginnt mit der Beziehung zu dir. Um beziehungsfähig zu werden, musst du bereit sein, dich mit dir selbst zu konfrontieren und über deine eigenen Ängste hinauszuwachsen.

Kann man Beziehungsfähigkeit lernen?

Ja. Um Beziehungsfähigkeit zu lernen, musst du deine Ängste überwinden und dein Herz für Begegnungen öffnen. Im Beitrag findest du einen kostenfreien Mini-Kurs, der dir dabei hilft.

Was macht eine gute Beziehung aus?

Offene Kommunikation und gegenseitiger Respekt sind wichtige Merkmale einer guten, gesunden Beziehung.

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<a href="https://chrisbloom.de/author/chris/" target="_self">Chris Bloom</a>

Chris Bloom

Ich bin Chris Bloom – Systemischer Therapeut, Gesundheitsökonom (M. Sc.), Autor, Podcaster, Speaker und Coach. Unsere Gedanken und die richtige innere Haltung empowern uns, unser Leben nach unseren Wünschen zu kreieren. Das Fundament hierfür bilden die drei Säulen: Selbstvertrauen, Selbstliebe und Selbstkenntnis. Diese sind für uns individuell erlernbar – wie das Einmaleins in der Schule. Ich helfe dir dabei, dieses Fundament zu schaffen – damit du das Leben leben kannst, das du dir wünscht. Infos zu meiner Vita und Vision: Wer ist Chris Bloom?

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