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Beziehung am Ende: 8 typische Anzeichen (und deine nächsten Schritte)

von | Stand: 3. Mrz 2022 | Veröffentlicht: 29. Jan 2022

Ist deine Beziehung wirklich am Ende? Erfahre jetzt, woran du eine gescheiterte Beziehung erkennst und wie du deine emotionale Gesundheit im Falle einer Trennung schützt.

30-Sekunden-Zusammenfassung

  • Neben fehlender Liebe können ständige Streitigkeiten ein Anzeichen dafür sein, dass eine Beziehung am Ende ist.
  • Weitere Warnsignale sind mangelndes Vertrauen, fehlende Zukunftsperspektiven oder Gefühle für eine andere Person.
  • Hast du das Gefühl, dass die Beziehung zu Ende ist, ist ein klärendes Gespräch unausweichlich – kommuniziere die Trennung.
  • Indem du das Loslassen lernst und in deine Selbstliebe investierst, kannst du dich nach anfänglicher Trauer um eine verlorene Liebe für eine neue Partnerschaft öffnen.
  • Den anderen gehen zu lassen ist besser, als in einer unglücklichen Beziehung zu verharren.
  • Sind Kinder im Spiel, binden diese dich und deine Partnerin oder deinen Partner ein Leben lang aneinander.
  • Um dem Nachwuchs die Situation zu erleichtern, solltet ihr Rosenkriege vermeiden und als Einheit auftreten. 

Woran erkenne ich, dass die Beziehung am Ende ist? 8 Anzeichen

Dass eine Beziehung zu Ende geht, merkst du, wenn die Liebe nachlässt. Doch auch weitere Signale können für eine gescheiterte Partnerschaft sprechen.

Typische Anzeichen sind zum Beispiel:

Beziehung am Ende_Anzeichen
  • Ständiges destruktives Streiten
  • Keine Kraft für Konflikte
  • Verlorenes Vertrauen
  • Ihr seid kein Team mehr
  • Ihr lebt nebeneinander her
  • Ihr verletzt euch gegenseitig
  • Fehlende Zukunftsperspektiven
  • Gefühle für eine andere Person

Vielleicht erkennst du dich und deine Situation in einem oder mehreren dieser Warnsignale wieder.

Warnsignale zu erkennen und zu reflektieren, ist ein erster Schritt, um dir klar zu werden, ob du gehen oder bleiben solltest. Deshalb möchte ich sie dir im Folgenden im Detail erklären.

Ihr hört nicht auf euch zu streiten

Streit gehört zu jeder gesunden Beziehung dazu. Er trägt dazu bei, Konflikte aus der Welt zu schaffen und die Beziehung zu festigen. Es ist nämlich auch in einer Partnerschaft wichtig, Grenzen zu setzen und eigene Bedürfnisse kommunizieren zu können.

Wissenschaftliche Studien konnten sogar zeigen: Paare, die Konfliktthemen vermeiden, sind tendenziell unglücklicher als Paare, die eine konstruktive Streitkultur pflegen. Das Schlüsselwort lautet hier “konstruktiv”.

Wenn ihr euch regelmäßig in destruktiven Konflikten wiederfindet, die euch emotionalen Schaden zufügen, ist das ein klares Warnsignal. Es bedeutet zwar nicht, dass die Beziehung am Ende sein muss, weil ihr viel streitet – auf Dauer wird es eure Beziehung jedoch belasten.

Beispielsätze, die für destruktive Kommunikation sprechen:

  • “Du bist immer so empfindlich.”
  • “Es könnte so schön sein, wenn du endlich einmal XY unterlassen würdest.”
  • “Warum kannst du nicht einmal normal sein?”

Wie viel Streit in einer Beziehung normal ist, hängt vor allem von euren Persönlichkeiten ab. Seid ihr beide eher impulsive und ungeduldige Menschen, „knallt” es vielleicht häufiger als zwischen zwei sehr ruhigen Partner:innen. 

Streitet ihr allerdings mehr, als dass ihr schöne Augenblicke miteinander verbringt, scheint etwas im Argen zu liegen. Hast du das Gefühl, jedes einzelne Wort auf die Goldwaage legen zu müssen, um keinen erneuten Konflikt zu riskieren, ist das ein klares Warnsignal. 

Wenn du dich stetig in einer „Angriffstellung” befindest, leidet nicht nur das Miteinander, sondern auch dein seelisches Wohlbefinden. Findet ihr auch nach zahlreichen Gesprächen keine gemeinsame Ebene mehr, steht ihr womöglich vor einem Scheideweg – es könnte das Ende der Beziehung sein.

Ihr habt keine Kraft mehr für Konflikte

Neben extrem häufigen Konflikten, kann auch deren Ausbleiben ein Signal für sterbende Beziehungen sein. Womöglich bist du es leid, immer und immer wieder dasselbe Streitthema bei deiner Partnerin oder deinem Partner anzusprechen, ohne dass sich eine Lösung findet.

Während ihr ungewöhnlich höflich und förmlich miteinander umgeht, brodelt es nur so unter der Oberfläche: Wut, Zorn und Verbitterung gewinnen die Oberhand über euer ehemals liebevolles Miteinander.

Fehlt die Kraft für Konflikte, kann das bedeuten, dass dem Fortbestand der Beziehung nicht länger die oberste Priorität zukommt. Wenn klärende Gespräche keinen Ausweg mehr bieten, seid ihr womöglich am Ende eurer Beziehung angelangt.

Du vertraust anderen Personen mehr

Ein weiteres Indiz dafür, dass sich eure Beziehung zum Negativen gewandelt hat, sind veränderte Vertrauensverhältnisse

Im Laufe eurer Beziehung wurde dein Gegenüber wahrscheinlich zu deiner Vertrauensperson Nummer 1: Mit Sorgen und Problemen bist du als erstes zu ihm gegangen. Bei ihm konntest du über alles reden, gemeinsam lachen und ganz du selbst sein. 

Womöglich hat diesen Platz nun (wieder) jemand anderes eingenommen – zum Beispiel deine beste Freundin, deine Schwester oder deine Mutter. 

Ihr seid kein gutes Team

Seid ihr wirklich noch ein gutes Team oder hast du eher den Eindruck, dass ihr “gegeneinander spielt”? Das Ende einer Beziehung ist oftmals davon geprägt, dass die “Zusammenarbeit” in kleinen wie in großen Dingen nicht mehr funktioniert.

Sei es im Alltag oder bei wichtigen Entscheidungen: Wenn du den richtigen Partner gefunden hast, meistert ihr Herausforderungen Seite an Seite.

Dafür sind bisweilen auch harte Arbeit, Eigeninitiative und Biss vonnöten. Lange, intime Gespräche oder sogar eine professionelle Paartherapie können beispielsweise dabei helfen, Probleme zu reflektieren und die angeknackste Beziehung zu reparieren.

Das Ende einer Beziehung erkennt man manchmal daran, dass mindestens eine:r von beiden nicht bereit ist, an der Beziehung zu arbeiten. Die Grundvoraussetzung für das Gelingen der Rettungsmaßnahmen ist nämlich: Ihr müsst es beide wollen und an einem Strang ziehen – als Team funktionieren.

Wenn einer von euch nur halbherzig versucht, an sich und eurer Beziehung zu arbeiten, sind die Rettungsversuche zum Scheitern verurteilt. Zu einer Beziehung gehören immer zwei.

Wenn du bemerkst, dass deine Beziehung in die Brüche geht, hast du vermutlich das Bedürfnis, um die Liebe zu kämpfen. Schließlich willst du die gemeinsame Zeit nicht einfach wegwerfen.

Ihr lebt nebeneinander her

Eine gesunde Beziehung lebt von gemeinsamen Momenten. Egal ob gemeinsame Mahlzeiten, romantische Abende zu zweit, gelegentliche Ausflüge oder Telefonate: Wer sich Zeit füreinander nimmt, schöne Erinnerungen sammelt und auf den anderen eingeht, stärkt das Beziehungsband.

Lebt ihr im Gegensatz dazu nur noch nebeneinander her, entfernt ihr euch voneinander. Das kann soweit gehen, dass ihr euch bewusst aus dem Weg geht und Ausreden erfindet, um keine Zeit zu zweit verbringen zu müssen. Wissenschaftler:innen identifizierten solch einen „Rückzug” beziehungsweise „Vermeidung” als eine mögliche Strategie, um eine Beziehung – bewusst oder unbewusst – zu beenden. Das bedeutet: Diese Art von Verhaltensmuster (Rückzugsverhalten und Vermeidungstaktik) kann ein Zeichen dafür sein, dass die Beziehung am Ende ist.

Vom anderen abgelehnt zu werden, kann in Minderwertigkeitsgefühlen münden – dieser Mechanismus hat in einer gesunden, glücklichen Partnerschaft eigentlich nichts zu suchen. Wenn deine Partnerin oder dein Partner – bewusst oder unbewusst – dein Selbstvertrauen nicht stärkt, sondern es beschädigt, ist das ein Warnsignal.

Ihr verletzt euch gegenseitig

Je nach euren Persönlichkeiten können kleine, liebgemeinte Sticheleien und derber Humor zu eurer Beziehungsdynamik gehören. Erlaubt ist, womit sich beide Partner:innen wohl fühlen.

Die Grenze liegt, wo die Sticheleien überhand nehmen und ihr einander verletzt. Beobachtest du, dass die verbalen Attacken in eurer Kommunikation zunehmen, ist das ein Signal dafür, dass etwas nicht stimmt. 

Studien zufolge ist gegenseitige Wertschätzung eine Variable, die eine Liebesbeziehung positiv beeinflusst. Bewusste Herabwürdigungen und gehässige Witze auf Kosten des anderen hingegen können schnell in einer toxischen Beziehung münden. Eine solche schadet deinem Selbstwert und deiner psychischen Gesundheit. 

Du siehst keine gemeinsame Zukunft

Um herauszufinden, ob deine Beziehung am Ende ist, stelle dir zum Test folgende Fragen: 

  • Wo stehst du in 5 Jahren?
  • Was willst du in den nächsten 5 Jahren erreichen?
  • Wer ist in 5 Jahren an deiner Seite?

Womöglich unterscheiden sich deine Antworten grundlegend von den Lebenszielen und Vorstellungen deiner Partnerin oder deines Partners. Kannst du dir außerdem nicht vorstellen, dass die Partnerschaft auch in einigen Jahren noch besteht, ist das Ende der Beziehung womöglich bereits absehbar.

Ohne gemeinsame Zukunftsperspektiven ist die Gefahr hoch, dass ihr einander künftig bei der Umsetzung eurer Lebensziele im Weg steht. Muss eine:r dem Partner oder der Partnerin zuliebe ständig zurückstecken und kann sich nicht selbst verwirklichen, können schwerwiegende Konflikte und Vorwürfe die Folge sein.

Hast du nicht das Gefühl, dass Kompromisse möglich sind, ist es womöglich besser, das unausweichliche Ende der Beziehung zu akzeptieren und die Partnerin oder den Partner freizugeben. Das kann im ersten Moment sehr weh tun.

Auf lange Sicht habt ihr dann aber die Chance, jemanden zu finden, der zu eurem Beziehungstyp passt und euch glücklicher macht – euren Soulmate.

Du hast dich neu verliebt

Kleine, nicht ernst gemeinte Schwärmereien können außerhalb einer langjährigen Beziehung immer mal wieder vorkommen. Solange du weißt, was du an deinem Gegenüber und eurer Beziehung hast, bedeutet das nicht automatisch ihr Ende, nur weil du registrierst, dass andere Menschen auch interessant sind.

Merkst du aber, dass es nicht bei einer unschuldigen Schwärmerei bleibt, sondern du ernsthafte Gefühle für eine andere Person als deine Partnerin oder deinen Partner entwickelt hast, kann das das Ende für eure Beziehung bedeuten.

In den allermeisten Fällen ist es jedoch genau andersherum und die Schwärmerei ist Ausdruck einer Entwicklung. Du öffnest dich, weil du tief in dir schon weißt, dass die jetzige Beziehung zu Ende geht.

Das heißt: Wenn du andere Menschen plötzlich ernsthaft interessant findest, ist diese Entwicklung möglicherweise ein Hinweis darauf, dass du nicht mehr glücklich bist mit deiner aktuellen Partnerschaft. Vorausgesetzt, dass du grundsätzlich ein Typ für monogame Beziehungen bist.

Was tun, wenn die Beziehung am Ende ist?

Zu akzeptieren, dass eine Beziehung am Ende ist, ist oftmals ein schmerzhafter Prozess. Womöglich macht dir diese maßgebliche Veränderung in deinem Leben Angst und du sorgst dich um deine Zukunft.

Nicht selten sind Menschen in der ersten Phase der Trennung regelrecht geschockt und können kaum begreifen, dass das Ende der Beziehung nun Realität geworden ist.

Gleichzeitig kann es unendlich befreiend sein, sich aus einer Beziehung zu lösen, die in den letzten Monaten oder gar Jahren für Unzufriedenheit gesorgt hat.

Damit du dich von negativen Gefühlen lösen und positive Dinge aus dem Beziehungsende ziehen kannst, möchte ich dir die folgenden Strategien mit auf den Weg geben. Du erfährst, wie du deinem Partner den Trennungswunsch vermittelst, wie du das Loslassen lernen und wie du deinen Selbstwert stärken kannst.

Sprich mit deiner Partnerin oder deinem Partner

Ist die Beziehung deiner Meinung nach am Ende und willst du dich von deiner Freundin oder deinem Freund trennen, kann ein persönliches Gespräch sehr hilfreich sein.

Niemand hat es verdient, über eine Textnachricht von der Trennung zu erfahren oder geghosted zu werden. Vorausgesetzt, ihr könnt nach dem Ende der Beziehung noch so miteinander sprechen, dass ein “normales” Gespräch möglich ist – ohne Wutausbrüche oder anderes Verhalten, dem du dich lieber nicht aussetzen möchtest.

Bereite dich auf das Gespräch vor, indem du dir im Kopf zurecht legst, was du deiner Ex-Partnerin oder deinem Ex-Partner sagen möchtest.

Finde dazu Antworten auf folgende Fragen:

  • Warum willst du dich trennen?
  • Was muss im Zuge der Trennung alles geklärt werden (z. B. gemeinsame Wohnung)?
  • Was wünscht du dir für die Zukunft (z. B. völlige Funkstille oder ein freundschaftliches Miteinander)?

Suche anschließend einen ruhigen Zeitpunkt für das Gespräch. Achte darauf, dass ihr keinen Zeitdruck habt. Erkläre deinem Gegenüber nun ruhig und sachlich, dass du keine gemeinsame Zukunft siehst und die Partnerschaft beenden möchtest. 

Bei einem Trennungsgespräch reagiert jeder anders. Manche lassen ihrer Wut und Enttäuschung freien Lauf, andere machen komplett dicht und wieder andere weigern sich, die Entscheidung kampflos hinzunehmen.

Wichtig ist, dass du hinter deiner Entscheidung stehst und dich nicht überreden lässt, die Beziehung fortzusetzen, wenn du das nicht willst. Es ist einer der Momente, in denen es hilfreich ist, “Nein” sagen zu können.

Ansonsten findest du dich womöglich in einer ungesunden On-Off-Beziehung wieder. Euer Verhältnis wird sich dann mit der Zeit weiter verschlechtern. Denn: Probleme lösen sich bei einem erneuten Beziehungsanlauf schließlich nicht in Luft auf.

Oft ist eine Trennung nicht nur für den Verlassenen, sondern auch für den Schlussmachenden emotional sehr aufwühlend – auf beiden Seiten kann es zu Liebeskummer kommen. In beiden Fällen empfehle ich dir meinen Beitrag Trennung akzeptieren. Darin findest du hilfreiche Tipps und Strategien, um mit der Trennung zurechtzukommen.

Loslassen lernen

Um zu akzeptieren dass die Beziehung zu Ende ist, spielt das Loslassen eine zentrale Rolle. Dabei geht es vor allem darum, emotionalen Ballast abzuwerfen und dich von toxischen Gedankengängen und Schuldgefühlen sowie emotionalen Abhängigkeiten zu befreien.

Vom Loslassen profitieren Körper und Geist gleichermaßen, denn: Wer zu lange an einer gescheiterten, nicht mehr zu rettenden, Beziehung festhält, riskiert sogar psychische Probleme wie Depressionen oder Angststörungen – das zeigen Studien. Möglich sind auch psychosomatische Folgen wie Kopfschmerzen oder Schlafprobleme.

Wie du die Situation akzeptieren lernen und das Loslassen in dein Lebenskonzept integrieren kannst, erkläre ich dir in meinem Beitrag Loslassen lernen.

Dankbar sein für das, was war

Einer Beziehung ein Ende zu setzen, bedeutet, einen Menschen ziehen zu lassen, der einem einmal alles bedeutet hat. Womöglich macht dich dieser Abschied unendlich traurig. Vielleicht bist du auch wütend, weil sich die Dinge anders entwickelt haben, als du es dir erhofft hast.

Statt dich in diesem Gefühlskarussell zu verlieren, solltest du dir die schönen Momente eurer gemeinsamen Zeit in Erinnerung rufen und dankbar sein, für das, was war. Die Beziehung ist ein Teil deiner Geschichte, an dem du nichts mehr ändern kannst. Dabei kann dir auch ein Dankbarkeitstagebuch helfen.

Indem du dich von negativen Gefühlen wie Trauer oder Groll frei machst, öffnest du dich wieder für positive Gefühle und Erlebnisse. Du hast es verdient, wieder lachen zu können. Es kann jetzt unglaublich befreiend sein, dir und deiner Ex-Freundin oder deinem Ex-Freund die alten Fehler zu vergeben, statt sich in Grübeleien über die vergangene Zeit zu verlieren und Groll zu hegen.

Investiere in deine Selbstliebe

Einzusehen, dass eine Beziehung vorbei ist, kann dem eigenen Selbstwert einen starken Dämpfer versetzen. Vielleicht suchst du die Schuld an dem Scheitern allein bei dir und verlierst die Hoffnung, je wieder eine neue Beziehung zu finden.

Um den Schmerz zu überwinden und mit neuer Hoffnung in die Zukunft blicken zu können, helfen Selbstliebe und Resilienz.

Indem du Selbstliebe und Selbstwirksamkeit lernst, schaffst du die Grundlage, um dich nach dem Ende deiner deiner Beziehung wieder auf andere Menschen einzulassen, Liebe zu schenken und Vertrauen aufzubauen.

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  • Du durchläufst den Mini-Kurs Schritt für Schritt in deinem eigenen Tempo. Es geht darum, wieder bei dir anzukommen und dich mit dir zu verbinden.
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Beziehung zu Ende, aber keiner macht Schluss

Dir und deiner Liebsten oder deinem Liebsten ist bewusst, dass eure Beziehung am Ende ist – aber ihr bringt es nicht übers Herz, es laut auszusprechen und euch zu trennen? Mit diesem Status Quo geht es meist keinem von euch beiden gut.

Dass ihr in der Beziehung verharrt, hat oft mit der Angst vor Konsequenzen zu tun. Studien zufolge binden materielle Zwänge (zum Beispiel ein gemeinsamer Mietvertrag oder Haustiere) sowie gefühlte Zwänge (zum Beispiel das Gefühl, in der Beziehung gefangen zu sein) Menschen aneinander. Die Ketten der Beziehung zu sprengen, wird dadurch zu einem immensen Kraftakt.

 Vielleicht stellst du dir folgende Fragen:

  • Was, wenn ich mich irre und wir doch noch eine Chance haben?
  • Sollte ich mich trennen und die letzten Jahre wirklich wegwerfen?
  • Werde ich je wieder einen Soulmate finden und glücklich sein?
  • Kann ich alleine sein und die Einsamkeit aushalten?

Viele unglückliche Paare halten an einer Beziehung fest, weil sie sich ein Leben als Single nicht mehr vorstellen können. Zu groß sind die Verlustängste und die Furcht, für immer alleine bleiben zu müssen.

Dieser Gedanke ist allerdings nur eine Momentaufnahme. Denke nur einmal an vergangene Beziehungen: Hattest du damals auch Angst, nie wieder jemanden zu finden? Ist es wirklich so gekommen? Nein, sonst würdest du diesen Beitrag nicht lesen. 

Ist die Liebe erloschen und lassen sich eure Differenzen nicht überwinden, solltet ihr einander freigeben. Wenn ihr die Beziehung beendet gebt ihr einander die Chance, jemanden kennenzulernen, der besser zu euch und euren Zukunftsvorstellungen passt – und wieder glücklich zu werden.

Wenn eine Beziehung wirklich am Ende ist, ist es in den allermeisten Fällen gesünder für beide Seiten, die Partnerschaft loszulassen.

Mache dir dabei bewusst, dass das Beziehungsende nicht bedeuten muss, dass dein Gegenüber für immer aus deinem Leben verschwindet. Wenn es so kommen soll und ihr es euch beide wünscht, könnt ihr versuchen, nach dem ersten Trennungsschmerz eine Freundschaft aufzubauen.

Beziehung am Ende mit Kind oder schwanger

Sind Kinder im Spiel, fällt es erheblich schwerer, eine Beziehung für gescheitert zu erklären. Kein Wunder: Nicht nur du und dein Partner seid von der Trennung betroffen, sondern auch euer Nachwuchs.

Sucht das Gespräch und überlegt gemeinsam, wie ihr die Zukunft gemeinsam gestalten könnt – ohne dass euer Nachwuchs hin und her gezerrt wird. Es müssen zum Beispiel die folgenden Fragen geklärt werden:

  • Bei wem sollen die Kinder in Zukunft leben?
  • Wie oft sehen die Kinder das andere Elternteil?
  • Wie soll der Unterhalt des Kindes gezahlt werden

Kinder binden dich und deinen Partner ein Leben lang. Entsprechend solltet ihr versuchen, im Guten auseinanderzugehen und keinen langwierigen Rosenkrieg zu starten. Stehen erhebliche Konflikte zwischen euch, solltet ihr diese dem Nachwuchs zuliebe begraben und nach Kompromissen suchen.

Kommt ihr dabei nicht weiter, können euch Freunde, Familie, Therapeut:innen, Coaches oder professionelle Beratungsstellen für Familien zur Seite stehen.

Je nach Alter des Nachwuchses, müsst ihr das Beziehungsende anders kommunizieren. Entscheidet ihr euch noch während der Schwangerschaft dafür, getrennte Wege zu gehen, wird das Kind von Anfang an daran gewöhnt sein, dass Mama und Papa nicht zusammen leben. Gleiches gilt für Säuglinge.

Ab dem Kleinkindalter erleben Kinder Veränderungen wie die Trennung ihrer Eltern sehr bewusst – und brauchen einfühlsame Erklärungen.

Damit euer Kind nicht mehr als nötig unter den bevorstehenden Veränderungen leidet, geht sicher, ihm in einem geschützten Rahmen alles zu erklären. Setzt euch gemeinsam mit dem Kind an einen Tisch und erklärt ihm – in altersgerechter Sprache und sehr behutsam – dass seine Eltern in Zukunft nicht mehr zusammen sein werden.

Viele Trennungskinder haben Angst, dass sie Schuld am Beziehungsende ihrer Eltern tragen. Solche Schuldgefühle können den Selbstwert und die psychische Gesundheit eines Kindes nachhaltig beeinträchtigen.

Erklärt eurem Nachwuchs deshalb, dass das nicht stimmt und dass trotz Beziehungsende beide Elternteile da sind. Das vermittelt Sicherheit und Stabilität.

Fazit

Einzusehen, dass eine Beziehung am Ende ist, ist ein schwieriger Prozess, der mit Zukunftsängsten und Trauer einhergeht. Typische Anzeichen für eine sterbende Partnerschaft sind zum Beispiel ständige Streitigkeiten, verlorenes Vertrauen, Gefühle für eine dritte Person oder fehlende Zeit zu zweit.

Hast du dir eingestanden, dass es keine Zukunft für euch gibt, stehen dir große Veränderungen bevor. Eine Trennung ist oftmals auch mit Selbstvorwürfen verbunden. Damit diese nicht überhand nehmen, stelle dich und deinen Selbstwert in den Fokus. Mache dir bewusst, dass zu einer gescheiterten Beziehung immer zwei Menschen gehören.

Indem du dich aus der gescheiterten Beziehung löst, ermöglichst du es euch beiden, euch neu zu orientieren und einen Partner zufinden, der besser mit euren Zukunftsvorstellungen harmoniert. Das tut im ersten Moment zwar weh, macht euch aber beide auf lange Sicht glücklicher, als in einer erkalteten Beziehung zu verharren. 
Sind Kinder im Spiel oder ist die Partnerin beim Scheitern der Beziehung schwanger, müsst ihr einen Weg finden, in Zukunft respektvoll und auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren. Andernfalls leidet der Nachwuchs mehr als nötig unter der Situation.

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Chris Bloom

Ich bin Chris Bloom – Systemischer Therapeut, Gesundheitsökonom (M. Sc.), Autor, Podcaster, Speaker und Coach. Unsere Gedanken und die richtige innere Haltung empowern uns, unser Leben nach unseren Wünschen zu kreieren. Das Fundament hierfür bilden die drei Säulen: Selbstvertrauen, Selbstliebe und Selbstkenntnis. Diese sind für uns individuell erlernbar – wie das Einmaleins in der Schule. Ich helfe dir dabei, dieses Fundament zu schaffen – damit du das Leben leben kannst, das du dir wünscht. Infos zu meiner Vita und Vision: Wer ist Chris Bloom?

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